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Energie-Touristen in Spanien: Hohe Heizkosten machen Winterurlaub attraktiv

Ein warmer Strand in Spanien
Ein warmer Strand in Spanien Copyright Alvaro Barrientos/Copyright 2019 The AP. All rights reserved
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Von Carlos Malasca
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Die hohen Energiekosten verleiten viele Nordeuropäer:innen dazu, ihren Winter in Spanien zu verbringen. Davon profitiert die spanische Tourismusbranche.

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Anstoßen auf die Sonne, das Meer... und das gesparte Geld. Der Badeort Benidorm im Osten Spaniens ist ein beliebtes Ziel für Europäer:innen, die ihren Sommer verlängern wollen. Doch seit neuestem kann man hier auch den hohen Gas- und Stromrechnungen in der Heimat entkommen.

Ein niederländischer Tourist schwärmt: "Hier ist es billiger als in den Niederlanden. Dort ist es viel kälter, man muss die Heizung anschmeißen. Und das kostet. Man muss verrückt sein, um in den Niederlanden zu bleiben. Hier kann man sich von dem gesparten Geld eine schöne Zeit machen."

Spanischer Tourismussektor profitiert

Der Tourismussektor der Region profitiert von den außerplanmäßigen Gästen. Teilweise kostet eine Nacht im Hotel außerhalb der Saison gerade einmal fünfzig Euro. Auch Ferienwohnungen werden deutlich häufiger als üblich gebucht.

Daniel Elman, der Ferienwohnungen bei MyFlats vermietet, erklärt: "Die meisten Mieter:innen kommen aus Nordeuropa. Norwegen, Schweden, Niederlande, Deutschland. Wieso, ist klar: All diese Leute müssten sonst viel Geld bezahlen, um ihre Häuser zu heizen. Das ist hier im Süden anders."

Dank der geringen Abhängigkeit von russischem Gas hat die EU die sogenannte "iberische Ausnahme" genehmigt, die Spanien niedrigere Gaspreise sichert.

Die Touristen sparen allerdings nicht nur bei den Energiepreisen: Auch Lebensmittel und Restaurantbesuche sind in Spanien im Vergleich häufig günstiger. Eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern ist inklusive Wasser, Strom und Internetanschluss in der Wintersaison für rund 650 Euro zu haben.

Nicht nur Hotels und Ferienwohnungen erfreuen sich gerade außerhalb der Saison großer Beliebtheit: Ungewöhnlich viele Europäer:innen entscheiden sich dieses Jahr in Spanien auch zum Wohnungs- oder Hauskauf.

Um herauszufinden, wie viel sich tatsächlich durch einen Winteraufenthalt in Spanien sparen lässt, hat das niederländische Vergleichsportal Pricewise eine Rechnung aufgestellt. Ein Seniporenpaar wäre demnach mit Miete, Nebenkosten, Restaurantbesuchen und Reisekosten für vier Wintermonate in Spanien 5.200 Euro los. In Belgien würde das Paar auf knapp 6.200 Euro kommen. Dementsprechend ließen sich um die 1.000 Euro sparen; jedoch nur, wenn die Wohnungsmiete und andere laufende Kosten in der Heimat wegfallen würden.

Unterm Strich bleibt ein Winter im Süden Europas also vor allem eine Option für diejenigen, die es sich leisten können.

Weitere Quellen • BRF

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