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Energiekrise und Klimawandel - Skifans müssen sich auf eine teure Saison einstellen

Die Wintersaison in Kitzbühel ist eingeläutet
Die Wintersaison in Kitzbühel ist eingeläutet Copyright KERSTIN JOENSSON/AFP or licensors
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Von Andrea Büring mit AFP
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In Kitzbühel laufen die Schneekanonen heiß. Vor den neuen Verträgen mit höheren Energiepreisen will der Skiort den Weg in die Wintersaison ebnen. Doch Skifans ächzen schon jetzt unter höheren Preisen.

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Ein Paradies für Wintersportfans - der weltberühmte österreichische Skiort Kitzbühel, versunken unter einer Schneedecke. Doch der weiße Schein trügt, der Natur wurde kräftig nachgeholfen: mit Schneekanonen. Diese laufen seit Wochen heiß. Hintergrund sind neben dem Klimawandel neue, deutliche teurere Stromverträge, die bald in Kraft treten. Bis dahin sollen die Schneekanonen den Weg in die Wintersaison ebnen.

Anton Bodner, Vorstandschef der Bergbahn AG Kitzbühel erklärt, "wir gehen davon aus, dass wir mindestens - mindestens - doppelt so hohe Stromkosten heuer haben. Das sind Millionenbeträge für uns. Und das ist natürlich etwas, dass wir weitergeben müssen an den Kunden."

Die Preise klettern weiter. Teurere Skipässe und kürzere Laufzeiten der Lifte drohen - frostige Zeiten haben begonnen - zumindest für Skifans.

Klaus Bernert rechnet vor, "jetzt ist es ungefähr 20-30 Prozent teurer geworden. Nochmal 20-30 Prozent, dann können wir uns das nicht mehr leisten. Dann müssen wir unser Hobby leider aufgeben."

Eine Einstellung, die viele Skifans teilen. 

Hinzu kommt der Klimawandel. "Seit 1961 hat sich die durchschnittliche jährliche Schneedeckendauer in ganz Österreich um 40 Tage verringert", sagt Marc Olefs, Leiter der Klimaforschung des Österreichischen Wetter- und Geophysikalischen Dienstes (ZAMG).

Ohne Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung könnte die Dauer der natürlichen Schneedecke in Höhenlagen zwischen 1.500 und 2.500 Metern "bis zum Jahr 2100 um weitere 25 Prozent abnehmen", warnt er. 

Mit schweren Folgen, die der österreichischen Tourismusbranche drohen. Die profitierte bisher stark von den Skiorten, die bis 2019 für 16 von 30 Milliarden Euro Einnahmen verantwortlich waren - fast 4 Prozent des österreichischen Bruttoinlandprodukts.

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