Bald Kampfjets aus Frankreich? Ukraine drängt auf schnellere Lieferung von schwerem Kriegsgerät

 Kunstwerk des ukrainischen Straßenkünstlers TvBoy in Butscha
Kunstwerk des ukrainischen Straßenkünstlers TvBoy in Butscha Copyright AP Photo/Efrem Lukatsky
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Von Euronews mit DPA/AP
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Joe Biden sagt "nein" zu Kampfjets, Macron will darüber nachdenken. Derweil warnt der Kreml vor einer "Verstrickung" der NATO-Länder in den Konflikt.

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Angesichts ständiger russischer Angriffe und der festgefahrenen Lage im Osten des Landes drängt die Ukraine darauf, die Lieferung von schwerem Kriegsgerät zu beschleunigen.

Luftverteidigungssysteme und Kampfflugzeuge stehen ganz oben auf der Wunschliste, aber die Angst vor einer Eskalation des Konflikts lässt westliche Verbündete zögern.

Während die USA nach Aussage von Joe Biden die Entsendung von F-16-Kampfjets strikt ablehnen, will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron diese grundsätzlich nicht ausschließen, wie er am Montag bei einem Besuch in Den Haag betonte.

60 Schützenpanzer Bradley auf dem Weg

"Prinzipiell ist nichts verboten. Wir bewerten die Dinge immer anhand von drei Kriterien. Es muss darum gebeten werden, es muss nützlich und genügen Zeit für die Ausbildung und die Lieferung an die ukrainische Armee vorhanden sein. Genau darüber habe ich auch in der vergangenen Woche über anderthalb Stunden mit Präsident Selenskyj gesprochen."

Frankreich und Australien wollen der Ukraine zur Abwehr des russischen Angriffskriegs gemeinsam Artilleriemunition liefern.

Das US-Militär brachte unterdessen die erst kürzlich der Ukraine zugesagten Schützenpanzer Bradley auf den Weg. Die Lieferung mit mehr als 60 Bradleys habe vergangene Woche die Küste von South Carolina verlassen, teilte das Militär in der Nacht zu Dienstag mit. Frankreich und Australien sagten der Ukraine unterdessen die gemeinsame Lieferung von Artilleriemunition zu.

Kreml warnt vor "Verstrickung" in den Krieg

Bei einem Besuch der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen betonte der ukrainische Präsident erneut die Dringlichkeit einer schnelleren Lieferung der versprochenen Waffen. Er machte aber auch deutlich, dass der Wiederaufbau dringend notwendig ist.

Durch die jüngsten russische Drohnen- und Raketenangriffe ist das ukrainische Stromnetz laut Energieversorger Ukrenergo erheblich beschädigt worden.

Derweil warnte der Kreml erneut, dass weitere Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine zu einer "erheblichen Eskalation" führen könnten. Die NATO-Länder seien dabei, sich mehr und mehr direkt in den Konflikt zu verstricken.

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