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Portugal: Ukrainische Kinder gehen der Schule lieber aus dem Weg

Ukrainische Kinder während des Unterrichts in Portugal
Ukrainische Kinder während des Unterrichts in Portugal Copyright Euronews/Filipa Soares
Copyright Euronews/Filipa Soares
Von Filipa SoaresEuronews
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Immerhin 14 000 minderjährige Flüchtlinge aus der Ukraine haben ein mehr oder weniger provisorisches Zuhause in Portugal gefunden. Allerdings vermeiden die meisten von ihnen den Besuch einheimischer Schulen. Ihren Sonderweg beschreibt Euronews-Reporterin Filipa Soares.

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Die ukrainische Familie Lukina floh vor fast einem Jahr nach Portugal, als Olena Lukina noch schwanger war. Ihr zehnjähriger Sohn Dmytro Lukina ist einer von mehr als 14 000 Minderjährigen, die seit Beginn des Krieges nach Portugal gekommen sind. Aber nur knapp 32 Prozent von ihnen besuchen eine portugiesische Schule.

Olena Lukina berichtet: "Er hat einen Tag in der portugiesischen Schule verbracht, aber es gab keinen ukrainischen Jungen oder ein ukrainisches Mädchen, und darüber war er traurig. Außerdem hatte er ein bisschen Angst, weil er die portugiesische Sprache nicht versteht. Deshalb haben wir beschlossen, unser Kind nicht zu traumatisieren und online in einer ukrainischen Schule zu lernen."

Jeden Tag ab 7 Uhr morgens verfolgt der 10-jährige Dmytro nun zu Hause in Espinhoonline den Unterricht in der Schule, die er in der Ukraine besucht hat. Manchmal wird das Lernen durch Luftangriffe oder Stromausfälle unterbrochen. Er vermisst es, mit seinen Freunden in der Ukraine zur Schule zu gehen.

Freunde? Nur aus der Ukraine

Dmytro Lukin erzählte Euronews-Korrespondentin Filipa Soares außerdem, dass er schon Bekanntschaften geschlossen hat:  "Ja, ich habe Freunde in Portugal. Sie sind auch Ukrainer. Ich habe sie kennen gelernt, als wir draußen gespielt haben. Außerdem gehe ich jeden Samstag in die ukrainische Schule und habe dort Freunde." 

Alyona Smertina vom "Verband der Ukrainer in Portugal" erläutert, warum viele ukrainische Familien ihre Kinder nicht auf portugiesische Schulen schicken: "Einige sagen, dass es ihr Ziel ist, in die Ukraine zurückzukehren. Andere geben an, dass sie dieses Schuljahr noch an der ukrainischen Schule online beenden werden und dann, wenn sie die portugiesische Sprache besser verstehen, Anfang September auf die portugiesische Schule gehen."

Euronews-Korrespondentin Filipa Soares kommentierte im nordportugiesischen Vila Nova de Gaia:"Bereits zu Beginn des Schuljahres zeigte sich die portugiesische Bildungsministerin besorgt über die geringe Zahl ukrainischer Flüchtlinge, die in portugiesischen Schulen eingeschrieben sind."

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