Südkorea: Entschädigung für Zwangsarbeit - aber ohne Japan

Seoul: Protestkundgebung gegen die Entscheidung der südkoreanischen Regierung
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Südkorea hat Entschädigungen für Menschen angekündigt, die während der japanischen Besatzung (bis 1945) Zwangsarbeit leisten mussten. Das geschieht ohne Beteiligung japanischer Unternehmen.

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Südkorea hat Entschädigungen für Menschen angekündigt, die während der japanischen Besatzung Zwangsarbeit leisten mussten. Das geschieht ohne Beteiligung japanischer Unternehmen.

„Zukunftsorientierte Beziehung zu Japan“

„Inmitten der ernsten internationalen Lage und der umfangreichen weltweiten Krise ist die koreanisch-japanische Zusammenarbeit der Diplomatie, Wirtschaft und Sicherheit von entscheidender Bedeutung“, sagte der südkoreanische Außenminister Park Jin.

Eine von der südkoreanischen Regierung unterstützte Stiftung soll die Entschädigungen auszahlen, anstatt zwei japanische Unternehmen dazu zu verpflichten, wie es im Urteil eines südkoreanischen Gerichts angeordnet worden war. Ein Sprecher von Staatspräsident Yoon Suk Yeol sprach von einer Entscheidung, die auf eine „zukunftsorientierte Beziehung zu Japan“ abziele.

Ärger in Seoul

Vor dem Außenministerium in Seoul kam es zu Protesten gegen den Entschädigungsplan. Amtlichen koreanischen Angaben nach mussten während der 35-jährigen japanischen Besatzung bis 1945 rund 780 000 Menschen Zwangsarbeit leisten.

Die japanische Regierung begrüßte die Ankündigung und erklärte, sie stehe zu früheren Regierungserklärungen, in denen sie ihre Reue über das japanische Handeln während des Zweiten Weltkriegs ausdrückte. Die südkoreanische Entscheidung sieht vor, dass sich japanische Unternehmen freiwillig an den Entschädigungen beteiligen, indem sie Geld an die Stiftung zahlen.

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