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Femizide sprunghaft angestiegen - EU-Länder im Vergleich

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Man spricht von einer stillen Epidemie, die Frauen in ganz Europa betrifft: Laut EU-Daten hat eine von drei Frauen ab 15 Jahren körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt.

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Man spricht von einer stillen Epidemie, die Frauen in ganz Europa betrifft: Laut EU-Daten hat eine von drei Frauen ab 15 Jahren körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt.

In Spanien zum Beispiel wurden im Januar vier Frauen in verschiedenen Städten am selben Tag ermordet. Ähnliche tragische Beispiele haben die Debatte darüber angeheizt, wie solche Gewaltverbrechen verhindert werden können.

Wie stehen die EU-Länder also im Vergleich da, und hat die geschlechtsspezifische Gewalt in Europa zugenommen?

Kurz gesagt: Es ist kompliziert. Die letzten Daten, die uns vorliegen, um die geschlechtsspezifische Gewalt in Europa zu vergleichen, stammen aus dem Jahr 2018. Der nächste Bericht wird erst im Jahr 2024 veröffentlicht. Außerdem weisen einige Länder geschlechtsspezifische Gewalt in ihren Statistiken nicht aus.

Das hat das European Data Journalism Network und das Mediterranean Institute for Investigative Reporting veranlasst, ihre eigenen Daten aus 20 EU-Ländern zu erheben.

Janine Louloudi ist Journalistin am Mediterranean Institute for Investigative Reporting (MIIR). Sie sagt, dass es 2019 in Ländern wie Griechenland, Slowenien, Deutschland und Italien einen signifikanten Anstieg der Femizide gab. "Wobei Griechenland mit einem Anstieg von 187,5 %, von 8 Vorfällen im Jahr 2020 auf 23 Vorfälle 2021 den höchsten Anstieg hatte."

Laut Experten habe das viel mit der Kontrolle zu tun, die Männer während der Pandemie über Frauen in geschlossenen Räumen hätten. "Das könnte der Grund für den radikalen Anstieg der Gewalt gegen Frauen im ersten Jahr der Pandemie und den sprunghaften Anstieg der Frauenmorde in einigen Ländern im Jahr 2021 sein", so Janine Louloudi.

Bislang haben nur zwei Länder in Europa, nämlich Zypern und Malta, beschlossen, Femizide als eigenständige Verbrechen anzuerkennen.

"Zwei der Fälle in unserem Bericht betreffen Frauen, die von Männern ermordet wurden und gegen die in der Vergangenheit einstweilige Verfügungen erwirkt worden waren. Diese wurden nie vollstreckt. Sie waren in der Vergangenheit gewalttätig gewesen. Sie waren nie im Gefängnis. Es mangelt also an der Durchsetzung bestehender Gesetze."

Derzeit wird in der Europäischen Kommission eine Richtlinie diskutiert, die eine EU-weite Datenerhebung zur Pflicht machen könnte, weil Gewalt gegen Frauen oft nicht ausreichend gemeldet und erfasst wird.

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