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In Paris türmen sich die Müllberge: Werden nun Soldaten eingesetzt?

Müllberge türmen sich in Paris
Müllberge türmen sich in Paris Copyright Thomas Padilla/AP Photo
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Von Euronews
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Seit Anfang März türmen sich die Müllberge auf den Bürgersteigen von Paris. Denn aus Protest gegen die Rentenreform von Präsident Macron streikt die Müllabfuhr in der Hauptstadt. Ein Foto ging nun viral.

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Seit Anfang März türmen sich die Müllberge auf den Bürgersteigen von Paris. Aus Protest gegen die Rentenreform des französischen Präsidenten Emmanuel Macron streikt die Müllabfuhr in der Hauptstadt, teilweise ist sogar der Zugang zu den Müllverbrennungsanlagen blockiert.

In der vergangenen Woche wurden bis zu 10.000 Tonnen Abfall auf den Straßen von Frankreichs Hauptstadt abgeladen. In den sozialen Medien gingen Fake News viral. Auf einem Foto, das am Freitag auf Twitter gepostet wurde, sind drei Soldaten zu sehen, die im Quartier Latin den Müll auflesen.

Sofort behaupteten User, das Militär sei angefordert worden, anstelle der Müllabfuhr für Ordnung zu sorgen. Schnell dementierte die französische Gendarmerie.

Auf Twitter erklärten die Beamten, dass dies eine "lokale Initiative" sei. Es handele sich um republikanische Wachen in Uniform, die aus "hygienischen Gründen und vor allem aus Sicherheitsgründen in der Nähe ihrer Kaserne Müll aufsammeln Ende der Geschichte".

In einer Pressemitteilung erklärte die Gendarmerie, dass sich in der Nähe eine Kaserne befinde und die Soldaten die Straße aus Sicherheitsgründen hätten räumen müssen, da in den vergangenen Tagen bei Protesten viele Mülltonnen und Müllhaufen in Brand gesetzt worden seien.

Aber kann die Regierung das Militär dazu zwingen, den Müll zu beseitigen? Das ist bislang schon zweimal der Fall gewesen, beide Male in Marseille, im Jahr 1999 und 2010.

Doch diese Nachricht beleuchtet das Patt zwischen dem Innenministerium und dem Pariser Rathaus. Innenminister Gérald Darmanin forderte die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Anne Hidalgo, tatsächlich auf, die Müllabfuhr zu aquirieren. Doch Hidalgo lehnte ab, sie unterstütze selbst den Streik gegen die Rentenreform der Regierung.

Im Endeffekt musste die Sozialistin eine Niederlage einstecken, denn das Innenministerium erklärte in einer Pressemitteilung, man habe 674 Müllentsorger:innen angefordert, die am Dienstag das gröbste bereinigen sollten.

Nach Angaben des Pariser Rathauses ist die Menge des nicht abgeholten Mülls in der Hauptstadt seit Montagabend leicht gesunken, von 10.000 auf 9300 Tonnen.

Doch trotz der Anordnung gibt es in Paris weiterhin Proteste, auch an Verbrennungsanlagen, vor allem in Ivry-sur-Seine, der größten Anlage in Europa. Es ist eine klare Botschaft der Streikenden: Der Müll wird noch nicht verschwinden.

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