OPEC will Produktion erneut drosseln

In Wien tagt die OPEC
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Von Euronews mit dpa
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Die Ölpreise haben mit einem Höhenflug auf die angekündigte Förderkürzungen der Opec+-Gruppe reagiert.

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Die Ölpreise haben mit einem Höhenflug auf die angekündigte Förderkürzungen der Opec+-Gruppe reagiert.

Neun Ölförderländer werden ihre tägliche Produktion in den kommenden Monaten um insgesamt 1,6 Millionen Barrel reduzieren. Das teilte Opec+ in Wien nach einer virtuellen Sitzung ihres Marktbeobachtungs-Ausschusses mit. Am Vortag hatten die an dem Schritt beteiligten Länder überraschend und einzeln Kürzungen angekündigt.

Mohammed Ali Yasin, Kapitalmarktexperte: "Die Bankenkrise, die in den vergangenen drei Wochen in den USA und in Europa mit der Credit Suisse begonnen hat, hat die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die entwickelten Volkswirtschaften schneller als gedacht in eine Rezession geraten, und vielleicht für länger. Auch gestaltet sich die Öffnung des chinesischen Marktes, von der alle glaubten, dass es schnell gehen würde, langsamer als erwartet."

Acht Staaten, allen voran Saudi Arabien, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait, wollen ihr Öl ab Mai drosseln. Zusätzlich kündigte Moskau an, seine schon jetzt bestehende restriktive Förderpolitik nicht wie geplant im Juni auslaufen zu lassen, sondern ab Juli fortzusetzen.

Die Kürzungen seien eine «Vorsichtsmaßnahme, die das Ziel hat, die Stabilität des Ölmarktes zu stützen», teilte OPEC+ nach der Sitzung mit.

Zunächst hatte die Entscheidung von Opec+, die Ölproduktion zu drosseln, den Euro belastet und den Dollar gestützt. Die USA fördern selbst Rohöl, sind daher weniger als die Eurozone von den Entscheidungen des Zusammenschlusses abhängig. Die USA sind mittlerweile Netto-Exporteur von Rohöl. In den USA sollte die Belastung der Konjunktur also geringer ausfallen. Die befürchtete Schwächephase der Weltwirtschaft dürfte auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Zuletzt notierten die Ölpreise jedoch unter ihren Ständen aus der Nacht.

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