Waffenruhe zwischen Israel und Islamischer Dschihad scheint zu halten

Nach fünf Tagen eskalierender Gewalt haben das israelische Militär und die Gruppe Islamischer Dschihad ihre Kämpfe eingestellt.
Nach fünf Tagen eskalierender Gewalt haben das israelische Militär und die Gruppe Islamischer Dschihad ihre Kämpfe eingestellt. Copyright Ashraf Amra/Copyright 2023, The AP. All rights reserved
Von Euronews
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Nach fünf Tagen eskalierender Gewalt haben das israelische Militär und die Gruppe Islamischer Dschihad ihre Kämpfe eingestellt. Die Menschen in Gaza feiern.

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Nachdem sich Israel und militante Palästinenser unter Vermittlung Ägyptens auf eine Feuerpause ab 22 Uhr am Samstag geeinigt hatten, gingen die Kämpfe zunächst weiter. Raketen flogen von beiden Seiten. Seit den frühen Morgenstunden scheint die Waffenruhe zu halten.

Nach fünf Tagen eskalierender Gewalt haben das israelische Militär und die Gruppe Islamischer Dschihad ihre Kämpfe eingestellt. Israel geht seit Dienstag in einer Militäroffensive gegen die Organisation vor. Sie gilt nach der Hamas als zweitstärkste militärische Kraft in dem Palästinensergebiet und strebt die Zerstörung Israels an.

In den vergangenen fünf Tagen gab es 33 Tote in Palästina, darunter ranghohe Mitglieder des Islamischen Dschihad, und zwei Tote in Israel.

Obwohl noch nicht gewiss ist, ob sie halten wird, feierten die Menschen die Waffenruhe in den Straßen von Gaza. Viele der mehr als zwei Millionen Bewohner:innen des Gazastreifens und Hunderttausende Israelis hatten sich in den vergangenen Tagen in Luftschutzkellern in Sicherheit gebracht. 

Medienberichten zufolge, die sich auf ägyptische und israelische Quellen stützten, hatten sich beide Seiten auf ein Abkommen geeinigt, das vorsieht, keine Häuser oder Zivilisten mehr anzugreifen.

"Unser Volk hat standgehalten und wurde nicht zerschlagen", sagte der Dschihad-Anführer Sijad al-Nachala im ägyptischen Fernsehen. Er erklärte die Kämpfe mit Israel nach Inkrafttreten der Waffenruhe für beendet. "Wir haben ertragen, was wir ertragen haben, um unsere vereinte, starke und unerschütterliche Haltung zu bewahren."

Israels Nationaler Sicherheitsberater Hanegb warnte nach der Einigung, dass Israel sich im Fall weiterer Angriffe verteidigen werde. Er dankte Ägypten für die "große Anstrengungen" bei den Vermittlungen. Armeeangaben zufolge sollen auch israelische Straßen nahe der Grenze wieder öffnen, die aus Sorge vor Angriffen mit Panzerabwehrraketen gesperrt wurden.

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