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Kampf um Metro Linie 11: "Wir sind hier in Spanien, wir brauchen die schattenspendenden Bäume"

Protest gegen das Fällen von Bäumen in Madrid
Protest gegen das Fällen von Bäumen in Madrid Copyright Jaime Velazquez - Euronews
Copyright Jaime Velazquez - Euronews
Von Jaime Velazquez
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In Zeiten des Klimawandels Bäume zu fällen, die wertvollen Schatten spenden. Das wollen die Bewohnerinnen und Bewohner von Madrid nicht hinnehmen. Der Streit um die Metro Linie 11 sorgt für Aufregung in Spaniens Hauptstadt.

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 "Wir sind nicht gegen die Metro, aber nicht so", das sagen viele Menschen in Madrid, die dort wohnen, wo viele Bäume der neuen Metro-Linie 11 zum Opfer fallen sollen.

José Enrique Garcia berät die Bürgerinitiative, die sich den Schutz der Bäume zum Ziel gesetzt hat. Er verweist auf das Vorbild anderer Städte in Europa.

"Die meisten europäischen Städte bewegen sich auf ein nachhaltigeres Modell zu, aber hier machen wir einen Rückschritt."

"Wir sind hier in Spanien, wir brauchen die schattenspendenden Bäume"

Vor allem im Río Park in Madrid sollen besonders große Bäume bei den Bauarbeiten gefällt werden. Máximo Florín, technischer Berater der Bürgerinitiative erklärt, dass er vor allem den Verlust der schattenspendenden Bäume für problematisch hält.

"Wir sind hier in Spanien, nicht in einem skandinavischen Land. Hier kann man im Juni nicht um elf Uhr morgens in der Sonne sitzen. Wir wissen nicht, ob die Regionalregierung den hohen Preis in Betracht gezogen hat, den es für die Menschen bedeutet, den einzigen richtigen Schatten zu verlieren, den sie hier im Madrid Río Park haben."

Euronews
Bürgerinitiative für die Bäume in MadridEuronews

Bauarbeiten im historischen Park

Eigentlich hätte die U-Bahn gar nicht an dieser Stelle gebaut werden sollen. 

Máximo Florín sagt: "Ursprünglich war die U-Bahn-Station nicht an dieser Stelle geplant. Plötzlich, innerhalb weniger Monate, erhielten die Anwohner einen Brief von den Behörden, in dem sie sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigten, die durch die Bauarbeiten an dieser Stelle entstehen würden, und dann erfuhren sie, dass stattdessen dort ein Zaun errichtet werden sollte. Die U-Bahn-Station wurde ohne Wissen der Anwohner und ohne die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung in diesen historischen Park verlegt."

Euronews-Reporter Jaime Velazquez: "Die Regionalregierung von Madrid hat versprochen, das Projekt zu stoppen und neue Alternativen zu prüfen, um die Auswirkungen der Bauarbeiten zu minimieren, aber die Bewohner von Arganzuela bleiben wachsam."

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