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Unruhen in Frankreich: Macron sagt Staatsbesuch in Deutschland ab

Die französische Polizei hat mehr als 1.300 Menschen wegen Aufruhr, Plünderungen oder Brandanschlägen festgenommen.
Die französische Polizei hat mehr als 1.300 Menschen wegen Aufruhr, Plünderungen oder Brandanschlägen festgenommen. Copyright MARCO BERTORELLO/AFP or licensors
Copyright MARCO BERTORELLO/AFP or licensors
Von Manuela Scarpellini
Zuerst veröffentlicht am
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Ab Sonntag wollte Macron für einen dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland sein, erhabe aus "innenpolitischen Gründen" absagen müssen, so Bundespräsident Walter Steinmeier nach einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten.

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Familie und Freunde haben sich im französischen Nanterre zur Beerdigung eines 17-Jährigen versammelt, der bei einer Polizeikontrolle am Dienstag bei Paris erschossen worden war. 

Präsident Emannuel Macron hat seinen ab Sonntag geplanten dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland abgesagt. Macron habe Bundespräsident Walter Steinmeier telefonisch darum gebeten, den Staatsbesuch zu verschieben. 

Die Behörden hatten für die Nacht Einschränkungen des öffentlichen Lebens und des Nahverkehrs verhängt und auf ein massives Polizeiaufgebot gesetzt: Rund 45 000 Polizistinnen und Polizisten sollten in der Nacht für Ordnung sorgen.

Angesichts der anhaltenden Unruhen will sich Macron mit verschiedenen Bürgermeistern treffen, so der Fernsehsender BFMTV unter Berufung auf den Élysée-Palast. Das Treffen war demnach für den Nachmittag geplant. Einige Kommunalpolitiker hatten zuvor Ausgangssperren und eine Verstärkung der Polizei gefordert, um der heftigen Krawallen Herr zu werden. 

Dieses Jahr hatte schon der britische König Charles einen Besuch wegen Protesten gegen die Rentengesetzgebung abgesagt.

Sein Tod hat frankreichweit In der vierten Nacht in Folge zu Randale geführt. Die französische Polizei hat mehr als 1.300 Menschen wegen Aufruhr, Plünderungen oder Brandanschlägen festgenommen, so das französische Innenministerium. Befürchtet wurde, dass die Beisetzung die Situation erneut aufheizen könnte.

Auch in Belgien gibt es Proteste, aber nur wenige Zwischenfälle wegen des toten Jugendlichen. In Brüssel versammelten sich Jugendliche im Zentrum und in mehreren anderen Stadtteilen.

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