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Zuviel Umwelt, zuviel Menschenrechte - Mercosur will europäische Standards drücken

Zum Mercosur gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.
Zum Mercosur gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Copyright NELSON ALMEIDA/AFP or licensors
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Von euronews
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Im Norden Argentiniens wird gerade über die größte Freihandelszone der Welt mit 780 Millionen Menschen verhandelt - das Abkommen zwischen der europäischen Union und vier südamerikansichen Staaten, vereint im Mercosur.

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Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur liegt seit dem Abschluss der Verhandlungen 2019 auf Eis. Grundsätzlich einig war man sich nach 20 zähen Jahren bereits 2019, allerdings hat sich die politische Landschaft in Südamerika seitdem gewandelt. 

Kritisiert werden von den Mercosur-Staaten die von Brüssel geforderte Zusatzerklärung zu Klima, Umwelt und Menschenrechten.

"Der Text konzentriert sich einseitig auf den Umweltschutz, ohne die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu berücksichtigen."

Brasilien gehen insbesondere die höheren europäischen Umweltstandards zu weit, durch die insebsondere das Amazonasgebiet stärker geschützt werden soll.

Argentinien will bei Zollbefreiungen und Exportquoten nachverhandeln - und kritisierte ebenfalls die von Brüssel geforderte Zusatzerklärung zu Klima, Umwelt und Menschenrechten. 

Aber auch in Europa wollen manche ihre Märkte schützen, andere fürchten die Aufweichung von Arbeits- oder Umweltstandards. 

In zwei Wochen findet in Brüssel der erste EU-Lateinamerika-Gipfels seit acht Jahren statt. Die spanische EU-Präsidentschaft wird als Gelegenheit gesehen, den ehrgeizigen Pakt endgültig abzuschließen.

Zum Mercosur gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay, das Abkommen muss noch von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.

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