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Kulinarische Reise um die Welt in Katar

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Von Laila Humairah, Aadel Haleem
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In Qatar 365 geht es dieses Mal in einer kulinarischen Reise um die Welt, ohne Doha zu verlassen: Von Wohlfühlessen bis zur gehobenen Küche, von chinesischem Eintopf bis zum koreanischen Barbecue ist alles dabei, was Appetit macht.

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In dieser Qatar-365-Folge geht es um das reiche Angebot von internationalem Essen, das es in Katar gibt. Das Land ist ein Schmelztiegel der multikulturellen Küche. Auf den ersten Blick gibt es in Doha viele ausgefallene, hochwertige Restaurants. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. 

"Katar ist sehr kulinarisch orientiert. Wir essen viel auswärts. Das Land ist extrem multikulturell."
Rachel Morris
Food-Bloggerin

Schmelztiegel der multikulturellen Küche

Das Familienrestaurant von Zhang Jia Ni ist auf traditionelle nordostchinesische Küche spezialisiert. In Doha hat sich viel verändert, seit ihre Eltern hier vor mehr als zehn Jahren ihr erstes Restaurant eröffneten. Jetzt ist "Zhen Street Kitchen" in die West Bay ins Stadtzentrum gezogen, die Leidenschaft fürs Kochen ist geblieben, die Besitzerin hat ein Restaurant, weil sie gern isst. 

Rachel Morris freut sich über die vielen kleinen Läden, die in der Stadt entstehen, "viele Menschen kochen wie in ihrer Heimat." DieFood- und Reisebloggerin lebt seit 2007 in Doha. Ihr Blog "Life on the Wedge" hat sich zu einem der beliebtesten Reiseführer für Essen und Trinken in Katar entwickelt.

Heute ist es viel einfacher, chinesische Zutaten zu finden, als noch vor 10 Jahren, erzählt Zhang Jia Ni: "Wenn wir früher nach China reisten, nahmen wir viele Sachen mit zurück. Heute ist es besser, weil es hier einen chinesischen Supermarkt gibt. Das ist viel einfacher für uns."

Vielfältige asiatische Küche: thailändisch, burmesisch und vietnamesisch

Nach dem authentischen Street Food aus Chinas Nordosten in Dohas West Bay geht es ins Bin Mahmoud-Viertel, um nicht nur eine, zwei, sondern drei verschiedene asiatische Küchen zu probieren - thailändisch, burmesisch und vietnamesisch. 

Rachel Morris schwärmt: "Ich habe noch nie burmesisches Essen probiert, ich bin begeistert! Eines meiner Lieblingsgerichte auf der Speisekarte sind sogenannte burmesische Spaghetti. Das trifft meinen Geschmack: Es ist süß, herzhaft, knusprig – und es sind Essiggurken drin. Das ist sehr cool."

"Die burmesische Küche ist neu hier", so Tuk Tuk Saigon-Miteigentümerin Natcha Kijjullajarit Friel. "Die Leute probieren gern etwas Neues in Doha."

Tuk Tuk Saigon eröffnete während der Fußballweltmeisterschaft. Da Fußballfans aus der ganzen Welt nach Katar kamen, wurde auch das gastronomische Angebot deutlich internationaler. Natcha Kijjullajarit Friel findet:  

"Das Essensangebot hat sich vergrößert. Es gibt mehr Vielfalt, sodass die Leute viel zum Genießen haben. Im "Tuk Tuk Saigon" geht es nicht nur ums Essen, wir bringen auch das Ambiente mit. Die Dekoration kommt aus Thailand, aus Vietnam, um sicherzustellen, dass man sowohl die Stimmung genießen kann, als auch die Qualität des Essens, das wir auf den Tisch bringen."

Das Doha Food Project: Essen und Leute kennenlernen

Nach dem Probieren von drei verschiedenen Länderküchen, geht es nun in drei Restaurants unter einem Dach. 

Food-Blogger Terry Booth ist der Gründer des "Doha Food Projects", bei dem sich Leute über das Essen kennenlernen können. Er lebt seit 2019 in Doha. Er hat das Buch "QATAR Bite by Bite: A Lighthearted Look into Qatar's Food Scene" mitverfasst und veröffentlicht.

"Eine der Verkostungstouren heißt 'Foodies on the Go', bei der wir drei verschiedene Restaurants in einer Straße oder einem Gebiet besuchen", erklärt Terry Booth. "Eine andere ist 'Foodies unter einem Dach', wie hier im 'Westin', wo wir drei verschiedene Restaurants besuchen, aber innerhalb des Hotelkomplexes."

Booth arbeitet in der Öl- und Gasindustrie, vor drei Jahren hat er mit dem Foodblogging begonnen.

"Ich habe aus Spaß angefangen", erzählt er. "Es macht mir wirklich viel Spaß, meiner Leidenschaft nachzugehen. Es gibt zwei Aspekte: Ich bringe Gäste aus ihrer Komfortzone heraus und in andere Gegenden von Doha, die sie vorher nicht kannten. Sie vertrauen mir. Außerdem versuche ich, Restaurants zu helfen, vor allem den kleineren Betrieben. Ich bringe Leute zu ihnen, die vielleicht noch nie von ihnen gehört haben." 

Peruanische Küche liegt im Trend

Die peruanische Küche hat die kulinarische Welt im Sturm erobert, sowohl in Bezug auf Food-Trends als auch auf die gehobene Küche. Im COYA im "W Doha Hotel and Residences" tut das Restaurant das auf seine eigene Weise. Ein Interview mit COYA-Küchenchef Hasan Kayabasi zum kometenhaften Aufstieg der peruanischen Küche.

**Euronews-Reporterin Laila Humairah:**Leute denken bei peruanischer Küche an Ceviche und Quinoa. Aber es gibt so viel mehr als das, oder? 

Hasan Kayabasi, Küchenchef COYA Doha: Auf jeden Fall, Ceviche ist ein Nationalgericht Perus. Aber es gibt noch mehr als das: rund 3.000 verschiedene Kartoffelsorten, fast 100 Arten von Getreide. Die Kartoffel war vor dem 16. Jahrhundert in Europa und im Osten unbekannt. Sie stammt ursprünglich aus Peru. Es gibt auch Chilis, die spezifisch für Peru sind. In Peru kocht man fast alles mit diesem Gewürz. 

Euronews: Was ist für Sie persönlich das Besondere an der peruanischen Küche?

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**Hasan Kayabasi:**Zuallererst die große Vielfalt Perus. Das Land ist stark von Japanern, Chinesen und Europäern beeinflusst. Das hat sich im Laufe der Jahre mit der peruanischen Küche vermischt. Mit den Produkten aus Japan und China entstand die 'Chifa'-Küche, die man nur in Peru findet. Das ist der chinesische Einfluss auf die peruanische Küche, und 'nikkei' ist der japanische Einfluss auf die peruanische Küche, die in der ganzen Welt sehr beliebt ist. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der peruanischen Restaurants in der ganzen Welt explodiert, weil unsere Küche so vielfältig und reichhaltig ist. 

Koreanisches Barbecue sowie indonesische und polnische Küche

Man könnte irgendwo in Südkorea sein, aber man ist in Dohas Innenstadt im "Yee Hwa"-Restaurant: Viele besuchen es, um koreanisches Barbecue und mehr zu essen. Die koreanische Art, Fleisch zu grillen, ist zu einer der trendigsten der Welt geworden, ein interaktives Ess-Erlebnis. Mal sehen, was es mit dem Hype auf sich hat.

Koreanisches Barbecue war in Südkorea schon immer beliebt. Die weltweite Popularität der koreanischen Popmusik und Fernsehserien hat auch das koreanische Barbecue international bekannt gemacht. "Yee Hwa" öffnete seine Türen in Katar 1998, Jahre vor der koreanischen Kulturwelle. Heute führt Seung Moon das fort, was seine Eltern begonnen haben, er eröffnete zwei weitere Filialen und verbreitet die Liebe zum koreanischen Barbecue. 

"Koreanisches Barbecue ist insofern anders, als jeder am Tisch einbezogen wird", sagt Seung Moon vom Yee Hwa Resturant. "Unser Fleisch wird in dünne Scheiben geschnitten, damit es leicht und im eigenen Tempo gart. Es gibt auch eine Vielzahl von Beilagen. Das kommt zum Fleisch in ein Salat-Blatt.

Bei der Menge an Essen genießt man das koreanische Barbecue am besten in einer Gruppe von Freunden oder der Familie. Das Brutzeln verführt jeden Fleischliebhaber, der Geruch macht das Fleisch unwiderstehlich. Da bleibt es nicht bei dem ersten Bissen. 

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Es gibt keine Regeln beim koreanischen Barbecue. Alles ist erlaubt. Aber eine Sache sollte man beachten, so Seung Moon: _"_Viele Leute denken, dass das Fleisch geschnitten werden sollte, bevor es auf den Grill kommt. Die richtige Art des Grillens besteht darin, zu warten, bis es medium, medium rare ist, bevor man die Schere nimmt und es in kleine Stücke schneidet."

Ob zum Mittag- oder Abendessen, zu zweit oder in der Gruppe - die Mischung aus Gerichten, Soßen, Fleisch und Aromen macht das koreanische Barbecue so vielfältig wie das Land selbst.

Indonesisches Comfort-Food

Von Südkorea nach Südostasien und von Barbecue zu Comfort Food: Wir sind bei "Mama Rozie", einem Restaurant mit einer umfangreichen Speisekarte der malaysischen und indonesischen Küche, die den Genuss von Heimatküche verspricht. 

Die in Malaysia geborene Mama Rozie kam 1996 mit ihrer Familie nach Katar. Kurze Zeit später begann sie, für ihre Landsleute zu kochen, die ohne ihre Familie eingewandert waren, um ihnen fern der Heimat den Geschmack davon zu servieren. Mit der Unterstützung ihrer Gemeinde baute sie ihre ursprüngliche Küche zu dem Restaurant aus, das sie heute betreibt. 

Rindfleisch Rendang, Laksa und Satay. Dies sind Nationalgerichte Malaysias und die beliebtesten im Mama Rozie Restaurant. Ihre Gerichte schmecken wie hausgemacht, denn sie sind handgemacht.

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"Für diese flachen Nudeln verwendet man Reismehl", erklärt Gründerin Mama Rozie. "Man macht diese flachen Nudeln mit Dampf. Man dämpft eine Schicht und schneidet sie dann. Dann dünstet man wieder eine Schicht und schneidet sie. Es ist nicht ganz einfach, sie zu machen, aber sie schmecken köstlich."

Die Kultur der polnischen Küche

Nicht weit vom "Mama Rozie" liegt das "Polka", das erste und einzige polnische Restaurant in Katar. Magda Lux eröffnete es Ende 2022, vor allem weil sie polnisches Essen vermisste. Und sie wollte ihre Kultur mit anderen teilen, vom Essen bis zur Dekoration.

"Es ist fast wie ein kleines Museum. Wir haben viel selbstgemacht und viele Dinge aus Holz gebaut", so Miteigentümerin Magda Lux. Polnische Küche ist mehr als "Pierogge" oder Knödel, und die Polka-Speisekarte verspricht das Erlebnis einer typischen polnischen Mahlzeit.

Magda und ihre Küchenchefin probieren immer wieder neue Rezepte aus, um die Speisekarte zu erweitern, damit das Restaurant auch weiterhin den Grund erfüllt, warum sie es gegründet hat: _"_Für mich ist es am wichtigsten, meine Kultur weiterzugeben. Das Teilen der Kultur durch Essen ist das, was mich am glücklichsten macht", sagt Magda Lux.

Ein voller Bauch macht glücklich. Katar hat sich die verschiedenen Geschmäcker und Aromen seiner multikulturellen Gesellschaft zu eigen gemacht und die perfekte Mischung aus gutem Essen und gemütlicher Küche geschaffen.

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