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"Heute näher als je zuvor": NATO-Ukraine-Rat tagt zum ersten Mal

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Copyright Mindaugas Kulbis/AP Photo
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Von Euronews
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Wie umgehen mit den Beitrittshoffnungen der Ukraine? Über diese Frage wurde in der Nato zuletzt lange gestritten. Jetzt haben sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Kompromiss geeinigt.

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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Lieferung weiterer Waffen als derzeit wichtigste Aufgabe bei der Unterstützung der Ukraine bezeichnet.

Beim Gipfeltreffen in Vilnius gab es zwar keine förmliche Einladung zu einem Nato-Beitritt. Es wurde jedoch der NATO-Ukraine-Rat ins Leben gerufen, das vom 64-Jährige Norweger, als ein Forum beschrieben wurde, in dem die Ukraine und die NATO-Verbündeten "gleichberechtigt zusammenkommen, Krisenkonsultationen abhalten und gemeinsam Entscheidungen treffen werden".

Die Ukraine sei der Nato "heute näher als je zuvor", so Stoltenberg. Die Verbündeten hätten bekräftigt, dass die Ukraine Mitglied des Bündnisses werden würde.

Einladung zum Beitritt wäre "ideal" gewesen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war, fügte hinzu, dass der dieser Rat kein Instrument der Beteiligung sei, sondern ein Instrument der Integration, was uns "solche Kraft gebe".

Vor Beginn des NATO-Ukraine-Rates hatte Selenskyj bilaterale Gespräche geführt, wie etwa mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz oder dem kanadischen Premier Justin Trudeau. Mit Blick auf die Ergebnisse des Nato-Gipfels äußerte sich der ukrainische Präsident zufrieden, sagte jedoch, dass eine Einladung zum Nato-Beitritt "ideal" gewesen wäre.

Kein Beitritt - aber weitere Unterstützung

Er habe bei den bilateralen Gesprächen "wichtige Signale" erhalten, dass sein Land der Nato beitreten werde, sagte Selenskyj. "Die Ukraine begreift genau, dass sie kein Nato-Mitglied werden kann, solange der Krieg läuft".

Obwohl Deutschland erklärte, dass man der Ukraine mehr Panzer und Patriot-Raketenabwehrsysteme zur Verfügung stellen wird, Frankreich mehr Langstreckenraketen schicken will und mehrere Länder zusicherten, dass sie ukrainische Piloten an F-16-Kampfjets ausbilden werden, hat Wolodymyr Selenskyj nicht einmal öffentlich seine Enttäuschung darüber verheimlicht, dass er von der westlichen Allianz keine Antwort darauf erhalten hat, wann sein Land zumindest eine Einladung zum NATO-Beitritt erhalten wird.

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