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Nicht mehr ausreichend: Die ungewisse Zukunft des Themse-Sperrwerks

Das Themse-Sperrwerk ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit.
Das Themse-Sperrwerk ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit. Copyright Euronews.
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Von Luke Hanrahan
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Das Themse-Sperrwerk ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit und soll London vor Sturmfluten schützen. Gebaut 1982, konnten die Ingenieure damals die Geschwindigkeit des Klimawandels nicht vorhersehen.

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Das Themse-Sperrwerk ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit und soll London vor Sturmfluten schützen. Gebaut 1982, konnten die Ingenieure damals die Geschwindigkeit des Klimawandels nicht vorhersehen. Heute wird die Frage gestellt, wie lange die Barriere noch wirksam ist.

Steve Lawrence, ein Architekt mit einem Blick für das große Ganze, ist besorgt, dass nicht genug unternommen wurde, um den Druck auf die Barriere zu verringern. "Ein schlimmer Sturm in der Nordsee könnte uns leicht vor große Herausforderungen stellen", sagt Lawrence.

50 Quadratmeilen von London können überflutet werden

"Ich denke, die Regierung muss ein Auge darauf haben, denn das ist ein wirklich ernstes Problem. Es ist unser einziges Mittel, wenn es nicht richtig funktioniert oder es ein Problem gibt, können 50 Quadratmeilen von London überflutet werden."

Das Sperrwerk wurde so konzipiert, dass es mit gelegentlichen Schließungen Sturmfluten standhält, aber der Einsatz der Barriere hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. 

Deshalb hat die britische Umweltbehörde ihre Pläne aktualisiert und will den Gezeitenschutz vor dem Sperrwerk bis 2050 erhöhen - 15 Jahre früher als erwartet. Einige sehen eine Herausforderung bei der Instandhaltung und allgemeinen Wirksamkeit, wenn sich das Sperrwerk immer häufiger schließt. 

Experten haben bereits Bedenken geäußert, dass der Zeitplan für die Entscheidungsfindung über die Zukunft des Themse-Sperrwerks zu langsam ist. Es hat sich gezeigt, dass der Meeresspiegel viel schneller ansteigt, als ursprünglich angenommen wurde, als das Sperrwerk damals gebaut wurde. Und auch die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse hat zugenommen.

Bis 2040 soll eine Entscheidung fallen

Wouter Buytaert, Professor für Hydrology und Wassermanagement am Imperial College London sagt, der Klimawandel zeige sich extremer als die Wissenschaftler damals erwartet hätten, als die Studien für den Entwurf des Themse-Sperrwerks durchgeführt wurden. "Das bedeutet, dass wir ein wenig umdenken und diese extremeren Szenarien in Betracht ziehen müssen."

Die Umweltbehörde erklärte, der aktuelle Plan sei anpassungsfähig und berücksichtige eine Reihe möglicher Klimaszenarien. Eine endgültige Entscheidung soll es bis 2040 geben, damit ein modernisiertes oder neues Themse-Sperrwerk bis 2070 gebaut und in Betrieb genommen werden kann.

Kritiker sind der Meinung, dass angesichts des rasant fortschreitenden Klimawandels früher gehandelt werden sollte, um eine Überflutung Londons zu verhindern.

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