Hund zu teuer: Tierheime in Deutschland voll

Hunde beim Gassi-Gehen
Hunde beim Gassi-Gehen Copyright JACQUELINE DORMER/AP
Von Euronews mit AP
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Für die Tiere ist der Gang ins Tierheim - wenn auch besser als ausgesetzt zu werden - dennoch oft traumatisch.

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In Deutschland sind die Tierheime voll und sie werden immer voller. Wirtschaftliche Unsicherheit und die Inflation, die im Juni 6,8 Prozent erreichte, spielen hierbei eine Rolle. Der Hund ist vielen einfach zu teuer.

Romano Koellisch, Leiter des Hundebereichs im Tierheim Köln Dellbrück: "Wir bekommen stündlich mehrere Anfragen, dass Hunde abgegeben werden müssen, weil finanzielle Mittel eine Rolle spielen, aber auch menschliche Situationen eine Rolle spielen. Das ist die Situation, mit der wir im Moment sehr, sehr beschäftigt sind."

Viele der Haustiere wurden während der Pandemie angeschafft. Und jetzt können oder wollen viele Halter das Futter und den Tierarzt nicht mehr zahlen.

Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund: "Tierheime nehmen jedes Jahr rund 350.000 neue Tiere auf. Dabei handelt es sich vor allem um Hunde und Katzen, aber auch Kleintiere und zunehmend exotische Tiere. Und wir erleben einfach eine Situation, in der viele sich Haustiere angeschafft haben und sie jetzt wieder loswerden wollen."

Das Problem ist nicht auf Deutschland beschränkt. In ganz Europa kosten Strom, Gas, Lebensmittel immer mehr. Für die Tiere ist der Gang ins Tierheim - wenn auch besser als ausgesetzt zu werden - dennoch oft traumatisch. In den Tierheimen werden sie in Käfigen gehalten und sind meist auf Freiwillige angewiesen, die mit ihnen Gassi gehen. Und ob sie einen neuen Menschen finden, der sie aufnimmt, steht in den Sternen.

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