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Wahl am Sonntag: Fast die Hälfte aller Polen sind noch unentschlossen

Am Sonntag wählen die Polen.
Am Sonntag wählen die Polen. Copyright Czarek Sokolowski/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Magdalena Chodownik
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Magdalena Chodownik berichtet aus Polen wenige Tage vor der Parlamentswahl.

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Am Sonntag wählen die Polen ein neues Parlament. Voraussichtlich wird keine Partei die absolute Mehrheit erzielen. Doch wer weiß, denn 45 Prozent der Wahlberechtigten sind noch unentschlossen:

Soziologin Katarzyna Wodniak vom Trinity College in Dublin meint: "In dieser Gruppe gibt es Menschen, die vorhaben zu wählen, aber nicht wissen wen oder die ihre Meinung noch ändern wollen und solche, die wirklich nicht wählen. In dieser Gruppe sind etwas mehr Frauen.als Männer. Frauen im Allgemeinen sind demokratiefreundlicher und fortschrittlicher. Das könnte bedeuten, dass ihre Stimmen, wenn sie wählen würden, die Wahl beeinflussen."

Katarzyna Rozenfeld von der Kampagne "Frauen an die Urnen": "Ein Hauptgrund, warum Frauen nicht wählen gehen, ist, dass sie glauben, dass ihre Stimme nicht zählt. Außerdem haben viele Frauen auch kein Vertrauen in Politiker."

Die unabhängige Kampagne "Frauen an die Urnen!" wurde ins Leben gerufen, um Frauen zu ermutigen, ihr demokratisches Recht wahrzunehmen.

Bei einer knappen Wahl könnte jede Stimme einen entscheidenden Einfluss haben. Radiomoderatorin Agnieszka Wozniak-Starak sagt: "Die Möglichkeit zu wählen, das ist Freiheit. Ich schätze meine Freiheit. Deshalb werde ich wählen. Wir müssen nicht einer Meinung sein, aber wir können alle wählen."

Katarzyna Rozenfeld von der Kampagne "Frauen an die Urnen": "Das Wichtigste ist, dass viele Frauen begonnen haben, Fragen zu stellen. Sie schweigen nicht mehr.“

Die Kampagne ist erfolgreich. Das zeigen Statistiken. Doch das mangelnde Vertrauen in die Politik führt dazu, dass eine beträchtliche Gruppe von Menschen, etwa 10 %, überhaupt nicht wählen gehen wird.

Aktivistin Zenobia Zaczek sagt: "Ich habe absolut kein Vertrauen in Politiker. Politiker haben kein Vertrauen verdient. Ich glaube an direkte Demokratie, nicht an parlamentarische Demokratie. Eine Stimme zugunsten einer bestimmten Sache abgeben, in einem Referendum, das ja. Aber nicht eine Person wählen, die das dann als Freibrief nimmt. Ich habe keine Kontrolle darüber, was diese Leute danach tun."

Magdalena Chodownik von Euronews: "Es scheint, dass sich die politischen Parteien in der letzten Woche des Wahlkampfs vor allem darauf konzentrieren, die Stimmen der Unentschlossenen zu gewinnen, denn die Überzeugten brauchen sie ja nicht mehr zu überzeugen."

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