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"Niemand will tote Kinder": Familien der Geiseln fordern Freilassung und "Frieden statt Krieg"

Protest für Frieden und die Freilassung der Geiseln in Tel Aviv
Protest für Frieden und die Freilassung der Geiseln in Tel Aviv Copyright Francisco Seco/AP Photo
Copyright Francisco Seco/AP Photo
Von Valérie Gauriat
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Avichai Brodetz, dessen Frau und drei Kinder im Gazastreifen gefangen gehalten werden, hat den Protest initiiert, um der Welt eine Botschaft zu übermitteln, sagt er.

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Wie jeden Samstag seit 39 Wochen versammelten sich Demonstranten in Tel Aviv, um gegen die Regierung zu protestieren - diesmal vor dem israelischen Verteidigungsministerium.

Am ersten Schabbat seit den Hamas-Anschlägen vor einer Woche kamen viele, um die Familien der Geiseln zu unterstützen und deren sofortige Freilassung zu fordern.

Euronews-Korrespondentin Valérie Gauriat war bei der Demonstration und fragte die Teilnhemer:innen nach ihren Beweggründen.

"Sie wurde in ihrem Pyjama entführt"

Shira Elbag zum Beispiel, Mutter einer Geisel. Sie hält ein Foto ihrer Tochter in die Luft und sgat. "Das ist meine Tochter. Liri Elbag. Sie wurde in ihrem Pyjama entführt. Am frühen Morgen, nach Gaza. Und ich will sie jetzt zurück. 

Sie ist beim Militär, sie war in der Militärbasis. Sie ist 18 Jahre alt, noch ein Kind. Aber sie will nicht kämpfen, niemand will kämpfen. Ich glaube, auch in Gaza wollen sie nicht kämpfen. Niemand will kämpfen. Alle wollen nur leben."

Mindestens israelische 150 Geiseln wurden verschleppt. Die Hamas behauptet, mehr als 20 von ihnen seien bei den israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen getötet worden.

Niemand will tote Kinder

Avichai Brodetz, dessen Frau und drei Kinder im Gazastreifen gefangen gehalten werden, hat den Protest initiiert, um der Welt eine Botschaft zu übermitteln, sagt er. 

"Es gibt einen Grund, warum das geschehen ist. Jemand oder etwas versucht, uns etwas zu sagen. Ich möchte glauben, dass es versucht, uns "Frieden statt Krieg" zu sagen. Wir sind alle Menschen. Niemand will tote Kinder."

Die Aktivistin CHitayat Kashi fügt hinzu: "Die Tatsache, dass sie alle Menschen Gaza und alle Palästinenser entmenschlichen, wird sich am Ende gegen Israel richten. Gegen die Hamas zu sein, bedeutet nicht, dass wir ein Kind in Gaza töten müssen."

Die Familien, die die Freilassung ihrer als Geiseln genommenen Verwandten fordern, seien offensichtlicht stark emotionalisiert, berichtet Valérie Gauriat. Aber: "Alle Menschen, mit denen wir heute gesprochen haben, fordern auch, dass die Politik, die ihrer Meinung nach zu den Geschehnissen beigetragen hat, aufhört."

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