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Israel, Katar, USA: Abkommen zur Geisel-Freilassung in Reichweite

Hoffen auf Freilassung der Geiseln der Hamas.
Hoffen auf Freilassung der Geiseln der Hamas. Copyright AP Photo
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Von Euronews
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Aus israelischen Regierungskreisen heißt es, dass eine Einigung über die Freilassung von Geiseln der Hamas in Gaza kurz bevorsteht. Auch aus Doha und Washington kommen ähnlich zuversichtliche Stimmen.

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Aus israelischen Regierungskreisen heißt es, dass eine Einigung über die Freilassung von Geiseln der Hamas in Gaza kurz bevorsteht. Es sei wahrscheinlich, dass 40 Kinder, etwa 20 Frauen und ältere Menschen freikommen - im Austausch für einen Waffenstillstand von 3 bis 5 Tagen und eine Freilassung von Palästinensern, einschließlich Kindern, aus israelischen Gefängnissen. Die Familien der Geiseln üben Druck auf die Regierung aus, damit der Deal zustande kommt.

Israel, Katar und USA sehen große Chancen für baldige Geiselfreilassung

Der Regierungschef von Katar, Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, sagte am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in Doha, ähnliches. Einem Abkommen über eine Freilassung stünden nur noch „geringfügige“ Hindernisse im Weg.

Und auch aus Washington kommen zuversichtliche Stimmen. Eine Vereinbarung zur Befreiung vieler Geiseln könnte der US-Regierung zufolge kurz bevorstehen. Man sei zum jetzigen Zeitpunkt näher an einer Einigung, "als wir es vielleicht jemals waren, seit diese Verhandlungen vor Wochen begonnen haben", so der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater der USA, Jon Finer, am Sonntag im US-Fernsehen.

Entführte 85-Jährige hegt keinen Groll gegen Palästinenser

Die 85-jährige Mutter von Sharone Lifshitz, Yocheved Lifshitz, wurde einige Wochen nach ihrer Entführung freigelassen. Ihr 83-jähriger Vater befindet sich immer noch in der Gewalt der Hamas. "So viele in unserer Gemeinschaft sind tot. So viele sind Geiseln. So viele sind zutiefst traumatisiert. Unser Zuhause ist verbrannt. Unsere Gemeinschaft ist über das ganze Land verstreut. Das Herz meiner Mutter ist in Gaza, zusammen mit den anderen Menschen dort."

"Es gibt 1.400 Tote. Es gab Menschen, die verstümmelt und lebendig verbrannt wurden", sagt Sharone Lifshitz. Sie hege keinen Groll gegen Palästinenser, sagte Yocheved Lifshitz nach ihrer Freilassung. Sie sei dort gut behandelt worden. 

"Der gesamte Gazastreifen wird von der Hamas als Geisel genommen. Diese Leute sind Kriminelle. Sie sind eine terroristische Organisation, die schlimmer ist als der IS, schlimmer als Boko Haram. Die Verbrechen, die sie begangen haben, kann man nicht einmal in den Abendnachrichten erwähnen. Für diese Leute hat meine Mutter keine Sympathie. Sie kennt viele Menschen in Gaza. Sie ist ihnen im Laufe der Jahre begegnet. Sie hat gesehen, dass es dort, wie bei uns, Menschen gibt", so Sharone Lifshitz.

Quellen zufolge setzt die US-Regierung Israel unter Druck, die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu lindern und mehr Treibstoff für den Betrieb der Krankenhäuser zuzulassen.

Unterdessen hat die israelische Armee ihre Offensive in einigen Bereichen im Vorfeld einer möglichen Waffenruhe verstärkt.

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