Humanitäre Krise in Gaza: "Es ist unbeschreiblich"

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Bilder aus Gaza von unserem Korrespondenten im Gazastreifen

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Israel nähert sich Gaza nach dem tödlichen Angriff der Hamas am 7. Oktober. Es bahnt sich eine humanitäre Krise an. Durch Israels Bodenoffensive und ununterbrochene Luftangriffe bricht das Gesundheitssystem zusammen. Tausende Kinder wurden getötet. Ein provisorisches Lager wurde errichtet für Vertriebene. Es mangelt an Grundbedürfnissen. Ein Abkommen zwischen Israel und der Hamas vom 22. November sieht eine vorübergehende Unterbrechung der Kämpfe vor. Hilfsorganisationen sagen, es werde nicht ausreichen, um die Krise zu lindern.

Auch nach der angekündigten Feuerpause wird Israels Armee ihre intensiven Kämpfe im Gazastreifen nach Darstellung des israelischen Verteidigungsministers für mindestens zwei weitere Monate fortsetzen. Die Soldaten sollen sich während der kurzen Feuerpause, die laut dem Vermittlerstaat Katar am Freitagmorgen in Kraft treten soll, organisieren, Waffen nachliefern und sich für die kommenden Kämpfe vorbereiten, sagte Joav Galant israelischen Medien zufolge am Donnerstagabend. Nach der «kurzen Atempause» werde die Armee weiter Druck machen, um mehr im Gazastreifen festgehaltene Geiseln nach Israel zurückzubringen.

Nach Ende dieser intensiven Kämpfe wird es den Angaben zufolge auch weiterhin viele Einsätze im Gazastreifen geben, bis von dort aus keine militärische Bedrohung mehr ausgehe. Israels Armeesprecher Daniel Hagari sagte, die Kontrolle über den nördlichen Gaza zu übernehmen, sei die erste Etappe in einem langen Krieg. Während der Feuerpause werde sich das Militär auf die Planung der nächsten Kampfphasen konzentrieren.

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