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Tel Aviv: Tausende fordern Waffenstillstand und Neuwahlen

Freunde und Angehörige des israelischen Soldaten Leutnant Yaacov Elian bei seiner Beerdigung auf dem Friedhof Kiryat Shaul in Tel Aviv,  22. Dezember 2023
Freunde und Angehörige des israelischen Soldaten Leutnant Yaacov Elian bei seiner Beerdigung auf dem Friedhof Kiryat Shaul in Tel Aviv, 22. Dezember 2023 Copyright Oded Balilty/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Oded Balilty/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Christoph Debets mit AP, dpa
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Mehrere Tausend Menschen haben in Tel Aviv einen sofortigen Waffenstillstand im Gaza-Streifen gefordert, um die Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Israelis zu erreichen. Dessen ungeachtet weitete die israelische Armee ihre Bodenoffensive in dem dicht besiedelten Palästinensergebiet aus.

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Mehrere Tausende Menschen haben in Tel Aviv für die Freilassung der noch immer in Gaza festgehaltenen Geiseln demonstriert und die israelische Regierung aufgefordert, für ihre Rückführung zu sorgen. Viele Redner kritisierten die Regierung scharf vereinzelt wurden Rufe nach Neuwahlen laut. Die Angehörigen der Geiseln – und einige ehemalige Geiseln selbst – verlangen einen sofortigen Waffenstillstand. Dies sei die einzige Möglichkeit, die Israelis zurückzuholen.

Nach offiziellen Angaben befinden sich noch 229 Israelis in den Händen der Hamas.

Die jüngste Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wurde erst möglich, nachdem die Forderung nach einem Waffenstillstand aus dem Text gestrichen wurde, um ein Veto der USA zu vermeiden.

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Das israelische Militär steht nach eigenen Angaben zumindest im nördlichen Gazastreifen kurz vor der vollständigen Kontrolle. Am Samstag veröffentlichte es ein Video, das einen Luftangriff auf ein Fahrzeug mit dem Hamas-Funktionär Hassan Atresh zeigt soll, der für die Ausrüstung des militärischen Arms der Hamas verantwortlich sein soll.

Nach eigenen Angaben weiteten die israelischen Streitkräfte am Weihnachtswochenende ihren Bodeneinsatz aus. Sie konzentrieren sich dabei auf das weitverzweigte Tunnelnetz der islamistischen Hamas. Die Truppen seien in „komplexe Gefechte in dicht besiedelten Gebieten“ verwickelt und spürten vor allem in den Tunneln im Untergrund „terroristische Infrastrukturen“ auf, sagte Armeesprecher Flottillenadmiral Daniel Hagari.

Israel hatte den Krieg begonnen, nachdem bewaffnete Hamas-Kämpfer am 7. Oktober die Grenze überquerten und dabei etwa 1.200 Menschen töteten und etwa 240 Geiseln nahmen.

Mehr als 20.000 Palästinenser wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Gaza seither getötet und mehr als 53.000 verletzt. Israels Armee teilte am Samstag mit, bislang insgesamt mehr als 700 Mitglieder von Terrororganisation aus dem Gazastreifen für Verhöre festgenommen zu haben. Aufnahmen von nur mit Unterhosen bekleideten palästinensischen Gefangenen im Gazastreifen hatten jüngst Besorgnis über Israels Festnahmeverfahren ausgelöst und Fragen über mögliche Rechtsverletzungen oder erniedrigende Behandlung aufgeworfen.

Die israelischen Streitkräfte meldeten am Sonntag, dass bei den Kampfhandlungen 152 Soldaten gefallen seien.

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