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Dioxin in Lausanne: Große Teile des Stadtgebiets vergiftet

Dioxin in Lausanne: Große Teile des Stadtgebiets vergiftet
Copyright FABRICE COFFRINI/AFP or licensors
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Von euronews
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Dort, wo seit Jahrzehnten Kinder spielen und Gemüse angebaut wird, sind die Böden vergiftet. Schuld ist eine Müllverbrennungsanlage.

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Lausanne ist eigentlich stolz auf die grünen Oasen der Stadt, doch die Idylle trügt. Bereits im Mai wurden an verschiedenen Stellen hohe Dioxin-Werte im Boden festgestellt. Umfangreichere Messungen der Stadt und des Kantons zeigen jetzt, dass große Teile des Stadtgebiets stark verschmutzt sind. Am höchsten sind die Werte im Zentrum, dort wurden bis zu 600 Nanogramm der Gifte pro Kilogramm Boden gemessen. Ab einem Wert von 20 gelten Böden in der Schweiz als potenziell gefährlich, ab einem Wert von 100 muss in vielen Fällen saniert werden.

In vielen Bereichen der Stadt gibt es jetzt Warnschilder. Anwohner fragen sich, wie viele Gifte sie in der Vergangenheit schon aufgenommen haben. Didier Burgi hat einen Gemüsegarten in dem betroffenen Gebiet. "Ich muss schon ein bisschen schmunzeln, wenn ich sehe, dass man in einem Bereich spielen kann und direkt nebenan ist es verboten", sagt er. "Es gibt Leute, die bauen hier seit Jahren Gemüse an und jetzt sagt man ihnen, keine Gurken, keine Kürbisse, da kommt man schon ins Grübeln."

Sind auch andere Städte betroffen?

Als Verursacher für die Verschmutzung gilt eine Müllverbrennungsanlage, die seit den 50ern und bis 2005 im Stadzentrum in Betrieb war. Moderne Filter wurden erst in den 80ern eingebaut. Viele weitere Schweizer Kantone sind jetzt ebenfalls alarmiert, so Natacha Litzistorf, Abgeordnete im Lausanner Stadtrat: "Es wird klar, dass das ein großes Problem ist, hier in Lausanne, aber die Frage stellt sich auch für alle anderen Städte, in denen Kehrichtverbrennungsanlagen standen."

Lausanne muss nun entscheiden, was es mit dem Boden in den verseuchten Gebieten macht. Bis dahin gilt: Aufpassen, dass Kinder keine Erde in den Mund nehmen, Kürbisgewächse sowie Fleisch und Eier von Hühnern aus den betroffenen Gärten meiden.

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