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Meereswirtschaft braucht Vielfalt und Veränderung

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Meereswirtschaft braucht Vielfalt und Veränderung
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Von Denis Loctier  & Sabine Sans

Nur 23 % aller Beschäftigten in der europäischen Aquakultur sind Frauen. Insgesamt besetzen weibliche Arbeitskräfte in der EU-Meereswirtschaft eher niedrig bewertete Positionen, und ihr Beitrag bleibt oft unerkannt, unterbezahlt oder sogar unbezahlt.

Die Branche sieht dieses unausgewogene Geschlechter-Verhältnis zunehmend als Problem an, das oft mit überholten gesellschaftlichen Vorstellungen und dem mangelnden Bewusstsein junger Frauen für die Beschäftigungsmöglichkeiten im Fischereisektor, einschließlich der Aquakultur, zusammenhängt. In Griechenland setzt sich die Hellenic Aquaculture Producers Organization (HAPO) für eine stärkere Gleichstellung der Geschlechter ein, indem sie Sensibilisierungskampagnen durchführt, insbesondere für Studentinnen, die vor der Berufswahl stehen.

Die HAPO-Direktorin für Kommunikation und PR Ismini Bogdanou erklärt:

_"Die Aquakultur ist ein großer griechischer Arbeitgeber. Indirekt beschäftigen wir 12.000 und direkt 5000 Menschen, meist in ländlichen Gebieten. Das ist sehr wichtig für die Familien und die lokalen Gemeinden, denn in diesen Gebieten gibt es nicht immer andere Einkommensquellen.
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Vielfalt und Veränderung: Das braucht die Meereswirtschaft

Von den 5000 direkt beschäftigen Menschen sind nur 27 Prozent Frauen, und sie sind vor allem im Verpackungssektor beschäftigt.

_Wenn die Leute an Aquakultur denken, stellen sie sich Menschen vor, die unter schwierigen Bedingungen auf dem Meer, an den Käfigen oder in Verpackungsanlagen arbeiten, wo die Temperatur sehr niedrig ist. Junge Frauen wissen nicht, wie viele Arbeitsmöglichkeiten es in der Aquakultur gibt, von Wissenschaftlerinnen bis hin zu Marketing, Vertrieb, Anwältinnen und alles, was es dazwischen gibt.

Wir brauchen Vielfalt und wir brauchen Veränderung. Frauen sind sehr anpassungsfähig und können gut mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Sie sind gute Verhandlungspartner und setzen sich im Job sehr ein. Außerdem sind sie sehr zielstrebig. Es wäre gut, wenn der Sektor vielfältiger wäre, wenn nicht nur Frauen, sondern auch ältere und jüngere Menschen, neue Ideen, neue Technologien einbrächten, es Menschen aus dem Ausland gäbe, mit fortschrittlichen Ideen für die Arbeit in der Aquakultur. Das würde die heutige Arbeitsweise stark verändern."_