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Geschäfte mit Klimaanlage in Frankreich müssen Türen schließen

Ein Angestellter eines Geschäfts in Marseille türmt Klimaanlagen und Ventilatoren auf - sie sind in Hitzewellen besonders gefragt. Archivbild 2015
Ein Angestellter eines Geschäfts in Marseille türmt Klimaanlagen und Ventilatoren auf - sie sind in Hitzewellen besonders gefragt. Archivbild 2015   -   Copyright  Claude Paris/AP
Von Euronews  mit AFP

Die französische Regierung will alle klimatisierten Geschäfte dazu bringen, ihre Türen zu schließen und die Leuchtreklame über Nacht auszuschalten, um den Energieverbrauch zu senken.

Die für die Energiewende zuständige Ministerin Agnes Pannier-Runacher hält es für "absurd", dass das Offenlassen der Türen bei laufender Klimaanlage zu einem um 20 % höheren Energieverbrauch führen kann.

Unternehmen, die gegen das Verbot verstoßen, das in den nächsten Tagen in Kraft treten soll, wenn Pannier-Runacher neue Verordnungen erlässt, müssen mit einem Bußgeld von 750 Euro rechnen.

In einigen Städten wie Bourg -en-Bresse, Lyon, Besançon und Paris gelten bereits seit Mitte Juli kommunale Vorschriften, doch nun will die Regierung die Initiative auf das ganze Land ausweiten.

Während das Verbot der Leuchtreklame zwischen 1 und 6 Uhr morgens derzeit in Städten mit weniger als 800.000 Einwohnern gilt, würde es mit der neuen Regelung unabhängig von der Einwohnerzahl umgesetzt werden.

ANPCEN, ein französischer Verband, der sich gegen Lichtverschmutzung einsetzt, sagte, die Herausforderung bestehe darin, die Vorschriften durchzusetzen -  was derzeit nicht konsequent geschehe.

Der von Präsident Emmanuel Macron ins Leben gerufene Bürgerkonvent zum Klimaschutz hatte noch ehrgeizigere Maßnahmen zur Eindämmung der Lichtverschmutzung und des Stromverbrauchs vorgeschlagen, darunter ein Verbot aller Videowerbebildschirme im öffentlichen Raum und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ideen wurden allerdings verworfen.

Michel Spingler/AP
Im nordfranzösischen Lille stiegen die Temperaturen in der vergangenen Woche auf 45 Grad Celsius - im Westen kam es zu verheerenden Waldbränden.Michel Spingler/AP