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Amsterdam stoppt Reklame für Fleisch und fossile Energie im öffentlichen Raum

Amsterdam schlug den Schritt bereits 2020 vor. Die Stadt war damit weltweit Vorreiterin.
Amsterdam brachte den Vorstoß erstmals im Jahr 2020 ein und war damit die erste Stadt weltweit. Copyright  Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am
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Amsterdam brachte den Vorschlag erstmals im Jahr zweitausendzwanzig ein und war damit weltweit Vorreiter unter den Städten.

Amsterdam will klimschädliche Werbung im öffentlichen Raum verbieten und folgt damit einem Trend, der sich in mehreren niederländischen Städten abzeichnet.

Die Hauptstadt der Niederlande untersagt künftig Werbung für fossile Energien und für Fleischprodukte.

Bereits 2020 brachte Amsterdam diesen Schritt ins Gespräch und war damit weltweit Vorreiter.

Seitdem hat auch Frankreich ein Gesetz verabschiedet, das Werbung von Unternehmen für nicht erneuerbare Energien verbietet. In Italien plant eine Stadt ähnliche Regeln.

Niederländische Städte gehen gegen klimschädliche Werbung vor

Am 22. Januar stimmte der Amsterdamer Stadtrat einem Antrag der grünen Partei GroenLinks und der Tierschutzpartei Partij voor de Dieren zu. Er sieht ein Verbot von Werbung für fossile Energien und Fleisch im öffentlichen Raum sowie im städtischen Nahverkehr vor.

Die Maßnahme betrifft Werbung für Flugreisen, Kreuzfahrten und Autos mit Verbrennungsmotor.

„Die Entscheidung, Werbung für fossile Energien zu verbieten [...] kommt in einem entscheidenden Moment im Kampf gegen die Klimakrise“, sagte Femke Sleegers, Koordinatorin der Initiative Reclame Fossielvrij (Fossil Free Advertising), als das Verbot erstmals vorgeschlagen wurde.

„Werbung, die fossile Energien als normal darstellt, verschärft die Klimakrise. Sie hat in einer Stadt – oder einem Land –, das sich zum Pariser Abkommen bekennt, keinen Platz.“

Die Regelung soll offiziell am ersten Mai in Kraft treten, trotz Widerstands einzelner städtischer Behörden.

Vizebürgermeisterin Melanie van der Horst hält den Start im Mai für zu früh. Sie fordert stattdessen eine „angemessene Übergangsfrist“.

Amsterdam folgt damit mehreren anderen niederländischen Städten mit ähnlichen Verboten, darunter Utrecht, Den Haag, Zwolle, Delft und Nijmegen.

Initiativen hinter den Kampagnen argumentieren, Werbung für fossile Energien müsse ähnlich streng geregelt werden wie Reklame für Tabak und Alkohol.

„So wie Nichtraucherpolitik ins Leere läuft, wenn Tabakwerbung allgegenwärtig ist, kann Klimapolitik nicht wirken, solange Produkte aus fossilen Energien an jeder Straßenecke angepriesen werden“, sagt Sleegers.

Lokale Verbote in den Niederlanden, nationales Gesetz in Frankreich

Nach Angaben des niederländischen Nachrichtenportals NLTimes lehnt Klimaministerin Sophie Hermans eine landesweite Regelung ab. Sie setzt auf lokale Maßnahmen.

Im Gegensatz dazu wurde Frankreich 2022 mit einem neuen Klimagesetz zum ersten europäischen Land, das Werbung für fossile Energien verbietet.

Das Gesetz untersagt Werbung für alle Energieprodukte auf Basis von fossilen Brennstoffen, etwa Benzinprodukte, Energie aus Kohleverbrennung oder kohlenwasserstoffhaltige Gase.

Unternehmen, die gegen das neue Gesetz verstoßen, riskieren Geldbußen zwischen 20.000 und 100.000 Euro. Wiederholungstäter müssen mit dem doppelten Betrag rechnen.

Der jüngste Vorstoß kommt aus Florenz. Dort hat der Stadtrat Anfang Februar einen Antrag beschlossen, der die Stadt bald zur ersten Kommune Italiens mit einem Verbot fossiler Werbung im öffentlichen Raum machen soll. Betroffen sind Anzeigen für Flüge, Kreuzfahrten, Verträge über fossile Energien und Autos.

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