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"Nothing Compares 2 U"-Sängerin Sinéad O'Connor ist gestorben

Die irische Popsängerin Sinéad O'Connor ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Archivbild von einem Auftritt 2014
Die irische Popsängerin Sinéad O'Connor ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Archivbild von einem Auftritt 2014 Copyright AP Photo/Antonio Calanni, Arquivo
Copyright AP Photo/Antonio Calanni, Arquivo
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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"Mit großer Trauer geben wir den Tod unserer geliebten Sinéad bekannt", sagte die Familie in einer Erklärung, die vom öffentlichen irischen Sender RTE veröffentlicht wurde. "Ihre Familie und Freunde sind am Boden zerstört".

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Sinead O'Connor, die talentierte irische Sängerin und Songwriterin, die mit Mitte 20 zum Superstar wurde, war für ihre privaten Kämpfe und provokanten Aktionen ebenso bekannt wie für ihre bewegende und ausdrucksstarke Musik. Ihre Familie gab bekannt, dass sie im Alter von 56 Jahren gestorben ist.

Psychische Probleme

Sie sprach öffentlich über ihre psychische Erkrankung und sagte, dass bei ihr eine bipolare Störung diagnostiziert wurde. O'Connor postete 2017 ein Facebook-Video aus einem Motel in New Jersey, in dem sie damals lebte, und sagte, dass sie anderen zuliebe am Leben bleibe und dass sie, wenn es nach ihr ginge, "weg" wäre. Als ihr Teenager-Sohn Shane im Jahr 2022 durch Selbstmord starb, twitterte O'Connor, es sei "sinnlos, ohne ihn zu leben", und wurde bald darauf ins Krankenhaus eingeliefert.

Weltweiter Erfolg

O'Connor begann ihre Karriere als Sängerin auf den Straßen von Dublin und erlangte bald internationalen Ruhm. Seit ihrem Debütalbum "The Lion and the Cobra" von 1987 war sie ein Star. 1990 wurde sie zur Sensation, als sie die Ballade "Nothing Compares 2 U" von Prince coverte, eine berührende, erschütternde Darbietung, die die Charts von Europa bis Australien anführte. 

"Nothing Compares 2 U" wurde dreimal für den Grammy nominiert und war der Titelsong ihres gefeierten Albums "I Do Not Want What I Haven't Got", das das Musikmagazin Rolling Stone dazu veranlasste, sie 1991 zur Künstlerin des Jahres zu küren.

"Sie hat bewiesen, dass eine Künstlerin sich weigern kann, Kompromisse einzugehen, und trotzdem Millionen von Zuhörern ansprechen kann, die sich nach substanzieller Musik sehnen", war als Begründung zu lesen. 

Kontroverse Auftritte

Sie war eine heftige Kritikerin der katholischen Kirche, lange bevor weitreichend über den sexuellen Missbrauch in der Instittion berichtet wurde. Im Oktober 1992 machte O'Connor Schlagzeilen, als sie bei einem Live-Auftritt in der NBC-Sendung "Saturday Night Live" ein Foto von Papst Johannes Paul II. zerriss und die Kirche als Feind anprangerte. In der darauffolgenden Woche moderierte Joe Pesci "Saturday Night Live", hielt ein repariertes Foto des Papstes hoch und sagte, wenn er mit O'Connor in der Sendung gewesen wäre, hätte er ihr "eine Ohrfeige gegeben". Einige Tage später trat sie bei einem All-Star-Tribut für Bob Dylan im Madison Square Garden auf und wurde sofort ausgebuht. 

Die ewig Unangepasste

Ihr ganzes Leben lang passte sie sich nicht an. Sie erzählte zum Beispiel, dass sie sich den Kopf rasierte, weil die Plattenfirmen sie dazu gedrängt hätten, konventionell glamourös und hübsch zu sein. Ein Dikumentarfilm "Nothing Compares" beleuchtet ihr Schaffen und ihr Leben und wie sie sich für Frauenrechte einsetzte. 

Fans und Musiker:Innen trauern

Sinéad O Connor's Fans und Weggefährten sind geschockt. Der irische Musiker Patrick Dexter zollte ihr mit einem berührenden Cover Respekt:

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