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Mordfall Skripal: Paris, Berlin und Washington stellen sich hinter London

Premierministerin May in Salisbury
Premierministerin May in Salisbury Copyright  REUTERS/Toby Melville/Pool
Copyright  REUTERS/Toby Melville/Pool
Von Joanna Gill
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Gemeinsames Schreiben an die Adresse Moskaus fordert Offenlegung des russischen Nowitschok Chemiewaffenprogramms.

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Die größten EU- und NATO-Bündnispartner Großbritanniens haben sich am Donnerstag hinter die Analyse Londons zu dem Attentat auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Skripal gestellt.

In einer außergwöhnlichen gemeinsamen Erklärung Frankreichs, Deutschlands und der USA heißt es:

"Wir teilen die Einschätzung des Vereinigten Königreiches, dass es keine andere plausible Erklärung gibt. 

Wir halten die Weigerung Russlands, auf die legitimen Anfragen der britischen Regierung einzugehen, für einen weiteren Beleg russischer Verantwortlichkeit für die Tat."

Außerdem wird eine Offenlegung des russischen Chemiewaffenprogramms gefordert, sofern es das Nervengift Nowitschok betrifft, das in Salisbury zum Einsatz kam.

Die Sorge der Bündnispartner sei umso brennender vor dem Hintergrund eines Musters an vorhergehenden Beispielen verantwortungslosen russischen Verhaltens.

Schließlich wird an das Verantwortungsgefühl Russlands als ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates appelliert.

Großbritannien, ebenfalls dessen ständiges Mitglied, hatte am Mittwoch eine Einberufung des Sicherheitsrats aus Anlass des Chemiewaffenattentas gefordert.

Dass sich ihre Bündnispartner nun um Großbritannien scharen, könnte in Russland jedoch die Popularität Putins für die am Sonntag anstehenden Präsidentschaftswahlen stärken, so manche Beobachter. Im Falle seiner Wahl wird Putin der längste Herrscher Russlands seit Stalin sein.

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