Balkan-Kultur in Brüssel

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Von Stefan GrobeMeabh McMahon
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Das Balkan Trafik Festival in der belgishen Hauptstadt zeigt, dass nicht alle Kultur abgesagt wurde - zumindest nicht virtuell.

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Trotz Covid sind Kultur und Kulturdiplomatie nicht gänzlich verschwunden. Das sagten sich zumindest die Macher des Brüsseler Festivals Balkan Trafik. Dessen 15. Ausgabe will der EU-Hauptstadt ein eher unerwartetes Bild des Balkans vermitteln, wenn auch nur virtuell.

Man wolle zeigen, dass die Menschen in Europa alle gleich seien, mit einem Kopf, zwei Händen und zwei Füßen, selbst wenn es Grenzen gebe, erklärt Direktor Nicolas Wieërs. Thematisiert werde der Handel auf dem Balkan: der Handel mit Prostituierten, mit alten Autos und mit Problemen - und: ein Handel mit Kulturen.

Von Street Art zu Balkan-Jazz können die Festivalbesucher die von ihnen gewünschte Konzertatmosphere mittels einer App herunterladen.

Der serbische Pianist Wasil Hadzimanow vermisst das Publikum, aber er ist dankbar, überhaupt auftreten zu können. Seit anderthalb Jahren habe Covid Künstler ins Gefängnis verbannt, sagt er. Auch jetzt sei man ohne Publikum, doch könne man zumindest virtuell die Menschen mit einem Konzert erfreuen.

Zustimmung bei der kroatischen Street-Künstlerin Jadranka Lackovic. In Brüssel hat sie eine Mauer bemalt zum Thema, wie Fische keine Grenzen überwinden müssen. Sie empfehle allen, zu kommen. Essen, Natur, Musik - es sei völlig vielfältig.

Eine Vielfalt, die sich das Festival seit seiner Gründung auf die Fahnen geschrieben hat - und dadurch zur Brücke zwischen Brüssel und dem Balkan geworden ist.

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