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"Wir sind auch menschliche Wesen" - Afrikanische Studenten in der Ukraine diskriminiert

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Von Stefan Grobe  & Meabh McMahon
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"Wir sind auch menschliche Wesen" - Afrikanische Studenten in der Ukraine diskriminiert
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Vor einem Monat um diese Zeit war Axel ein normaler 20jähriger, ein Informatikstudent an der Universiät in Kiew. Heute ist er in Brüssel, staatenlos und gezeichnet von seiner erschütternden Reise aus der kriegszerstörten Ukraine.

Axel erzählt Euronews, wie er und andere über Stunden davon abgehalten wurden, einen Zug zu besteigen - nur wegen ihrer dunklen Hautfarbe. Als sie die Grenze erreichten, wurden sie von Grenzwächtern angegriffen.

Auf brutale Weise sei ihnen gesagt worden, zu warten. Aggressiv und mit Gesten. Doch sei seien auch menschliche Wesen, deren Leben ebenfalls zähle, sagt Axel.

Videos auf sozialen Netzwerken zeigten, wie dunkelhäutige Menschen aus Zügen gedrängt und ihre Plätze an Haustiere vergeben wurden. Eine Diskriminierung, die auch in Belgien nicht zu Ende war.

Denn obwohl sie vor demselben Krieg flohen, kommen sie nicht in den Genuss von EU-Hilfen, denn die sind nur für ukrainische Staatsbürger, erklärt Ruth.

Die Ukrainer würden besser behandelt, obwohl sie alle aus der Ukraine kämen. Sie wolle daher dieselben Rechte und ebenfalls ihr Studium beenden, ganz so wie die Ukrainer, sagt die Medizinstudentin Ruth.

Der lokale afro-belgische Verein Change setzt sich für Ruth, Axel und 46 andere Studenten ein. Sie holten sie von der polnischen Grenze ab und versorgten sie mit Kleidung, Unterkunft und Sprachkursen. Als Opfer von Rassismus bekommen sie auch Beratung angeboten.

Er sei traurig, wenn er von der Situation dieser jungen Leute erfahre, sagt Dido Lakama von Change. Aber zugleich sei er motiviert, den Kampf, den er führe, fortzusetzen.

Zunächst wird sich dieser Kampf nun darauf konzentrieren, die Studenten an belgische Universitäten zu bringen, die sie vorerst abgelehnt haben.