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VIDEO: Warum Litauen Michail Gorbatschow nicht ehrt

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Von Jorge Liboreiro
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Die europäischen Staats- und Regierungschefs gedenken Michail Gorbatschow, des letzten sowjetischen Staatsmanns. Sein Tod fällt in eine Zeit, in der die Spannungen zwischen der EU und Russland angesichts des Krieges in der Ukraine so groß sind wie nie zuvor.

Ihm wird das Verdienst zugeschrieben wird, Russland vom Kommunismus weg und hin zum Liberalismus geführt zu haben. "Michail Gorbatschow war eine vertrauenswürdige und geachtete Führungspersönlichkeit. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Beendigung des Kalten Krieges und der Überwindung des Eisernen Vorhangs", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

"Dieses Vermächtnis werden wir nicht vergessen." Von der Leyens Worte fanden in ganz Westeuropa Widerhall: Aus Berlin, Paris, London, Rom, Madrid, Brüssel, Amsterdam und Wien kamen höchste Würdigungen. 

"Litauer werden Gorbatschow nicht verherrlichen"

Doch in Vilnius war die Reaktion eine andere. "Die Litauer werden Gorbatschow nicht verherrlichen", schrieb  der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis auf Twitter.

"Wir werden nie die einfache Tatsache vergessen, dass seine Armee Zivilisten ermordete, um die Besetzung unseres Landes durch sein Regime zu verlängern. Seine Soldaten schossen auf unsere unbewaffneten Demonstranten und zermalmten sie unter seinen Panzern. So werden wir ihn in Erinnerung behalten."

Landsbergis bezog sich offenbar auf die tragischen Ereignisse vom Januar 1991, die in Litauen noch immer nachwirken. Dieser Monat stellte einen Wendepunkt in der Geschichte des baltischen Landes und in seinem langen Streben nach Unabhängigkeit dar.

+++Sehen Sie sich das Video oben an und erfahren Sie, was im Januar 1991 geschah+++