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IWF stellt ukrainischer Wirtschaft ein positives Zeugnis aus

IWF-Direktorin Kristalina Georgieva diese Woche bei Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew
IWF-Direktorin Kristalina Georgieva diese Woche bei Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew Copyright HANDOUT/AFP
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Von Stefan GrobeMeabh McMahon
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15 Milliarden Dollar – das ist die Geldsumme, die die Ukraine vom Internationalen Währungsfonds bekommen möchte, um ihre Wirtschaft über Wasser zu halten. Nach einem Besuch vor Ort in dieser Woche stellte IWF-Direktorin Georgieva gegenüber Euronews dem Land ein positives Zeugnis aus.

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15 Milliarden Dollar – das ist die Geldsumme, die die Ukraine vom Internationalen Währungsfonds bekommen möchte, um ihre Wirtschaft über Wasser zu halten.

Nach einem Besuch vor Ort in dieser Woche sagte IWF-Direktorin Kristalina Georgiewa gegenüber Euronews, dass das Land nach monatelanger Zusammenarbeit mit dem Fonds seine Fiskal- und Geldpolitik angepasst habe.

Georgiewa: „Meine wichtigste Erkenntnis aus dem Besuch in der Ukraine ist, dass die ukrainische Wirtschaft funktioniert und dass das ukrainische Volk stark ist.

Im letzten Jahr haben sie über 36 Prozent des BIP an Steuern eingenommen. Das ist für jeden, der ein von einem Krieg betroffenes Land kennt, absolut erstaunlich. 

Und sie haben die Inflation bei 25 Prozent in Schach gehalten. Das ist hoch, aber bei weitem nicht so hoch, wie es ohne eine starke Geldpolitik hätte sein können.

Wie Sie wissen, haben sie Fälle von Korruption aufgedeckt. Und bei meinen Gesprächen dort wurde dem direkt entgegengetreten - nicht Abwehrhaltung, sondern Ausdruck des Engagements für die Bekämpfung der Korruption. Wir werden viel am institutionellen Aufbau arbeiten, damit dieser Kampf erfolgreich ist."

Der IWF prognostiziert für dieses Jahr eine allmähliche Erholung, nachdem die ukrainische Wirtschaft um über 30 Prozent geschrumpft ist.

Laut Georgiewa sind die Unternehmen angesichts der Kriegsumstände recht optimistisch.

Georgiewa: „Sie sehen, dass die Regierung bei der Lösung von Problemen effektiv ist, wenn sie auftreten. Zum Beispiel hat sich Russland auf die Bombardierung kritischer Infrastrukturen verlagert. Sehr schnell gab es einen riesigen Import von Generatoren und sie werden strategisch platziert, um sicherzustellen, dass das Land funktionieren kann und dass Unternehmen funktionieren können.

Ebenso wurde viel über Notfallpläne nachgedacht, damit die Unterbrechung an einem Ort die Wirtschaft nicht stärker beeinträchtigt als in den ersten Kriegsmonaten".

Genaue Einzelheiten des IWF-Programms werden demnächst veröffentlicht. Nach Schätzungen der Weltbank braucht das Land ein Jahr nach der Invasion rund 350 Milliarden Euro.

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