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Brüssel sucht Verbündete - und findet Lateinamerika

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez und Brasiliens Präsident Luis Inacio Lula da Silva in Madrid, 26. April
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez und Brasiliens Präsident Luis Inacio Lula da Silva in Madrid, 26. April Copyright Manu Fernandez/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Stefan GrobeAida Sanchez Alonso
Zuerst veröffentlicht am
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Nach Jahren der Zurückhaltung richtet die Europäische Union ihren Blick wieder auf Lateinamerika. Russlands Krieg in der Ukraine und Chinas wachsender Einfluss in der Region haben in Brüssel die Meinung gestärkt, auf globaler Ebene nach Verbündeten zu suchen.

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Nach Jahren der Zurückhaltung richtet die Europäische Union ihren Blick wieder auf Lateinamerika.

Russlands Krieg in der Ukraine und Chinas wachsender Einfluss in der Region haben in Brüssel die Meinung gestärkt, auf globaler Ebene nach Verbündeten zu suchen.

Europa erkennt in Lateinamerika verlässliche Partner, auf die es zählen kann, etwa als Rohstoffquelle von wichtigen Mineralien.

Und das, obwohl Länder wie Brasilien und Kolumbien sich für eine eher neutrale Rolle im Ukraine-Krieg entschieden haben.

"Heißt das, dass es Dinge gibt, bei denen wir uns nicht einig sind? Ja, natürlich. Dass es im konkreten Fall der Ukraine Länder gab, die ihre Ansichten nicht immer deckungsgleich zum Ausdruck gebracht haben? Ja, das stimmt natürlich", sagt EU-Außenbeauftragter Josep Borrell.

"Aber schauen Sie sich die Abstimmung bei der UNO an. Vergleichen Sie das Abstimmungsverhalten Lateinamerikas mit dem jeder anderen Region der Welt, um festzustellen, dass in Lateinamerika die Ablehnung oder Verurteilung der russischen Invasion in der Ukraine größer war als irgendwo sonst."

Lateinamerika ist reich an strategischen Rohstoffen, die für die Energiewende unverzichtbar sind, wie etwa Lithium, das in Batterien verwendet wird.

Doch dies ist nicht das einzige Element, das in den Handelsbeziehungen auf dem Spiel steht. Das Abkommen mit den Mercosur-Ländern steht noch zur Ratifizierung an.

Nun möchte Lateinamerika eine Beziehung auf Augenhöhe mit der EU aufbauen.

"Wenn das Interesse ausschließlich kommerzieller Natur ist, kommt es wahrscheinlich zu spät. Lateinamerika ist an einer politischen Beziehung zu Europa interessiert", sagt Ernesto Samper, Ex-Präsident von Kolumbien.

"Wir sind daran interessiert, über die Drogenpolitik zu sprechen. Wir sind daran interessiert, darüber zu sprechen, wie die Ressourcen, die heute auftauchen, wie Lithium, die im technologischen Wettlauf entscheidend sein könnten, gesichert werden sollen. Diese Themen sind für uns von Interesse, aber wir können keinen Gipfel abhalten, um nur über Freihandel zu sprechen, unter anderem, weil Europa die protektionistischste Region der Welt ist."

Die Wiederannäherung zwischen Lateinamerika und der EU wird Mitte Juli auf einem Gipfel in Brüssel demonstriert, dem ersten seit acht Jahren.

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