Flüchtlingsboot kentert vor Ägypten

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Von Euronews
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Zunehmend starten Flüchtlingsboote jetzt auch an der Küste Ägyptens. Mindestens 42 Menschen sind dort beim Untergang eines Boots ertrunken.

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Nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der ägyptischen Mittelmeerküste sind 42 Leichen geborgen worden. Unklar ist, wie viele Menschen sich insgesamt an Bord des Bootes befanden. Die Rede ist von bis zu 600 Passagieren.

Nach Behördenangaben konnten 163 Menschen gerettet werden. Hoffnungen, noch weitere Überlebende zu bergen, gibt es nicht mehr.
Familienangehörige warten an der ägyptischen Küste trotzdem weiter auf Nachrichten. “Das macht doch keinen Sinn”, sagt ein Mann, der bei dem Unglück zwei Söhne verloren hat. “Die Schmuggler laden Hunderte Menschen auf ein Boot, was nur für einige wenige Menschen gebaut wurde.”

Die Polizei konnte mittlerweile vier Menschenschmuggler festnehmen.

Bei der Fahrt über das Mittelmeer nach Europa in schrottreifen und überfüllten Booten sterben immer wieder Flüchtlinge. Die meisten Menschen, überwiegend Afrikaner, starten die Überfahrt vom Bürgerkriegsland Libyen aus. Der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zufolge entwickelt sich Ägypten jedoch zu einem immer wichtigeren Startpunkt für Schlepperboote nach Europa, obwohl die Überfahrt von dort besonders gefährlich ist und oft länger als zehn Tage dauert.

In diesem Jahr kamen nach Angaben der internationalen Organisation für Migration bereits “knapp 300 000 Menschen“http://www.iom.int/news/mediterranean-migrant-arrivals-reach-298474-deaths-sea-3213 vor allem von Nordafrika aus mit dem Boot in Italien und Griechenland an. Mehr als 3000 kamen auf der sogenannten mittleren und östlichen Mittelmeerroute ums Leben.

In seiner Rede vor den Vereinten Nationen am Montag sagte
Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi, in seinem Land lebten momentan 500.000 Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten.

Sisi claimed at the UN that #Egypt is hosting 500,000 Syrian refugees. The UN thinks it's more like 120,000 https://t.co/YVi7FSvdeW

— Neil Sadler (@Neil_Sadler) 22 September 2016

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