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Schock nach Inhaftierung Deniz Yücels

Schock nach Inhaftierung Deniz Yücels
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Die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten, Deniz Yücel in Istanbul – Korrespondent für die Zeitung “Die Welt” – hat in Deutschland Schock ausgelöst. Yücel, der einen deutschen und türkischen Pass hat, war am Montag in der Türkei nach rund zweiwöchigem Polizeigewahrsam in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen.

Chef-Redakteur Ulf Poschardt von der “Welt” sagt: “Ich bin in einer Art und Weise niedergeschlagen, wie ich mir das nicht hätte vorstellen können. Wir waren ja auf einiges vorbereitet, wir hatten verschiedene Szenarien, aber dass gewissermassen von all den Szenarien das schlechteste eintrifft, macht uns hier fassungslos.”

In den sozialen Medien – wie etwa auf Twitter – zeigte sich auch Springer-Chef Mathias Döpfner schockiert. “Da wo man Gedanken nur deshalb die Freiheit nimmt, weil sie einem nicht gefallen, tut man das früher oder später auch mit den Menschen”, schrieb er.

Alle diplomatischen Bemühungen um die Freilassung von Deniz Yücel waren gescheitert.

Kanzlerin Angela Merkel kritisierte die Entscheidung des Haftrichters als “bitter”, “enttäuschend” und “unverhältnismäßig hart”.

Yücel kann nach türkischem Recht bis zu siebeneinhalb Jahre bekommen.