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Putin in Wien: Hoffnung auf Neuanfang

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Putin in Wien: Hoffnung auf Neuanfang

Putin in Wien: Hoffnung auf Neuanfang
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REUTERS/Leonhard Foeger
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Betont harmonisch wurde Russlands Präsident Wladimir Putin auf Arbeitsbesuch in Österreich empfangen - die erste Auslandsreise seit seiner Wiederwahl. Gastgeber Alexander Van der Bellen unterstrich den freundschaftlichen Charakter der Beziehungen beider Länder und lobte die gute Gesprächsbasis, sah in der Frage der EU-Sanktionen gegen Russland jedoch keinen Spielraum.

Putin seinerseits warb für deren Aufhebung. Es laufe ein Dialog mit Vertretern aus Brüssel, um die auf Eis gelegten Mechanismen und Instrumente der Kooperation wieder aufzunehmen

Diese Diskussionen seien "sehr konstruktiv, aber nicht einfach." Sanktionen seien für alle Beteiligten schädlich. Alle hätten ein Interesse an ihrer Aufhebung.

Anlass der Visite von Russlands mächtigstem Mann und seiner hochkarätigen Delegation war die gemeinsame Energie-Geschichte. Vor 50 Jahren hatten Österreich und die damalige Sowjetunion den ersten Gas-Liefervertrag unterzeichnet.

Ein guter Anlass für Putin, für eine europaweite Fortsetzung dieser Tradition zu werben - und zwar durch Verwirklichung des umstrittenen Acht-Milliarden-Projekts Nord Stream 2.

Die Ostsee-Pipeline soll künftig noch mehr russisches Gas nach Europa transportieren.Einer der Investoren ist der teilstaatliche österreichische Energiekonzern OMV.