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Doppel-Konzert in Frankreich: Liz McComb vereint Blues und Gospel mit Klassik

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Doppel-Konzert in Frankreich: Liz McComb vereint Blues und Gospel mit Klassik

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Die Blues- und Gospel-Diva Liz McComb entdeckt die Welt der Symphonieorchester, um an den Beginn der Sklaverei in den USA vor rund 400 Jahren zu erinnern. Sie will das musikalische Erbe ihrer Vorfahren - Blues, Gospel und Jazz - mit klassischer, in Europa verwurzelter Musik verbinden.

Bei dem Interview-Termin mit Euronews probte sie ihr neues Programm mit dem französischen "L'orchestre de l'opera en plein air" mit Dirigent Nicolas Giraud und Pianist Cyril Barbessol.

Konfrontation der Stile

Dirigent Giraud stellte fest: "Es ist interessant, diese beiden Musik-Universen zusammenzubringen, weil Blues und Gospel mündlich überliefert werden. Jazz-, Soul-, Blues- und Gospelmusiker improvisieren, im Bereich Klassik gibt es das nicht. Klassische Musik ist niedergeschrieben und wird auch so weitergegeben. Deshalb finde ich die Konfrontation beider Universen interessant."

Liz McComb kam 1952 in Cleveland zur Welt und sang schon als junges Mädchen im Kirchenchor. Ihre ganze Karriere war begleitet von der Suche nach musikalischen Herausforderungen. Trotz der Unterschiede von Gospel, Blues, Jazz und Klassik gilt: Es geht um Leidenschaft, Liebe und den Ausdruck von Gefühlen auf der Bühne.

Zusammenarbeit mit Orchester "großartig"

Für die Mitglieder des französischen Orchesters hat Liz McComb nur Lob übrig: "Sie sind einfach großartig. Und sie verstehen, dass sich das Wesen der Musik gleicht. Sie begreifen auch die Annäherung an die Klassik. Sie verstehen es aber genauso, wenn ich einen puren Blues anstimme, diesen auch zu spielen, aber mit klassischer Musik. Das ist pur und klar. Großartig."

Liz McComb und das "Orchestre de l’Opéra en Plein Air" gastieren mit ihrem Programm "Symphonic Spiritual Suite" am 2. September im Château d'Haroué südlich der lothringischen Stadt Nancy und am 9. September im Pariser Cour des Invalides in Paris. Höhepunkte des Programms sind Klassiker von Duke Ellington, George Gershwin - und natürlich eigenhändig geschriebene Songs von Liz McComb.

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