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West-Nil-Fieber grassiert in Südeuropa

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West-Nil-Fieber grassiert in Südeuropa

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Länder in Süd- und Südost-Europa melden derzeit verstärkt tödliche Fälle von West-Nil-Fieber. Die Fallzahl der hauptsächlich durch Mücken übertragenen Virusinfektion ist Epidemiologen zufolge in diesem Jahr ungewöhnlich hoch.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten zählte bereits jetzt etwa dreieinhalb Mal so viele Fälle wie im gesamten letzten Jahr.

Das Virus infiziert hauptsächlich Vögel, kann von Stechmücken aber auch auf andere Wirte wie Pferde und den Menschen übertragen werden. Typische Symptome sind Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Etwa ein Drittel der Patienten bekommt einen Hautausschlag an Brust, Rücken und Armen. Seltener sind Hirnhautentzündungen.

Betroffen von der Ausbreitung des Virus sind vor allem Serbien, Italien und Griechenland. So meldete Athen landesweit fünf Todesfälle Todesfälle innerhalb von einer Woche.

In Deutschland tritt das West-Nil-Fieber nur sehr selten auf. In den wenigen Fällen handelte es sich bisher immer um aus dem im Ausland eingeschleppte Infektionen. Vor wenigen Tagen war das Virus allerdings erstmals bei einem Vogel im Zoo Halle nachgewiesen worden. Der Bartkauz war Mitte August tot in seiner Voliere gefunden worden.