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Saudi-Arabien unter Druck

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Die Türkei hat Saudi-Arabien einmal mehr dazu aufgefordert im Fall des verschwundenden Journalisten Jamal Khashoggi zu kooperieren.

Dieser hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Seither wird der regimekritische Journalist vermisst. Die Türkei beschuldigt saudische Agenten, ihn ermordet zu haben.

Mevlüt Çavuşoğlu, der türkische Außenminister, forderte von Saudi-Arabien dem türkischen Generalstaatsanwalt und türkischen Experten, Eintritt in das saudische Konsulat zu gewähren. Auf einer Pressekonferenz sagte Çavuşoğlu: "Wo wird er vermisst? Hier im Konsulat. Wir haben diesbezüglich bisher keine Kooperation gesehen. Wir brauchen bezüglich der Ermittlungen und der Aufklärung Kooperation."

Der US-Präsident Donald Trump hält es für unwahrscheinlich, dass Khashoggi noch lebt. Er drohte mit einer "harten Bestrafung", sollte sich Saudi-Arabien als schuldig erweisen und kündigte an, den türkischen Präsidenten und den saudi-arabischen Regierungschef anzurufen. "Ich denke, es ist angebracht, dass ich ihn frage, was hier los ist", sagte Trump im Weißen Haus.

Mittlerweile beginnen westliche Firmen damit, sich von Saudi-Arabien zu distanzieren. Amerikanische Unternehmen haben ihre Teilnahme an einer internationalen Investmentkonferenz abgesagt.