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Roter Teppich: 3000 Mohnblumen für den Frieden (Video)

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Roter Teppich: 3000 Mohnblumen für den Frieden (Video)

Im Video erklärt Kuhn, was es mit dem Symbol der Mohnblume auf sich hat.
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Ein rotes Blumenmeer auf dem Münchner Königsplatz, mit dieser spektakulären Großinstallation erinnert der deutsche Künstler Walter Kuhn an das Ende des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren. Mehr als 3.000 rote Seidenmohnblumen hat er dafür "gepflanzt".

Die Mohnblume wird in Ländern wie Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland im November als Erinnerung an den Krieg und seine Opfer getragen.

Walter Kuhn: "Meine Idee ist, dieses Symbol zu internationalisieren. Eigentlich sind ja diese Red Poppys ursprünglich auf den Gräbern der Gefallenen gewachsen. Das sind sogenannte Pionierpflanzen, die ganz schnell auf aufgewühlter Erde wachsen. Aber sie sind nicht nur auf den Gräbern der englischen Gefallenen gewachsen, sondern auf allen Gräbern."

Auch die Auswahl des Standorts sei von Bedeutung, wie der 72-jährige Künstler erklärt, dort, "wo Hitlers Soldaten paradierten" und dem Führer Treue bis in den Tod versprachen. Er wolle nicht nur an den 1., sondern auch den 2. Weltkrieg und alle anderen Kriege erinnern.

Nie wieder heißt die Installation. Sie wird Am 11. November - 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs - wird die Installation mit einem Festakt eröffnet. Die Kunstaktion soll bis zum 2. Dezember dauern.

Außerdem will Kuhn nach eigenen Angaben einen Pavillon errichten, an dessen Außenwänden in mehreren Sprachen "Nie wieder" geschrieben steht. In dem begehbaren Raum wird es aus kleinen Lautsprechern Lesungen geben. Am 11. November - 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs - wird die Installation mit einem Festakt eröffnet. Die Kunstaktion soll bis zum 2. Dezember dauern.