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Route du Rhum - Sturm voraus

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Frankreichs Segel-Klassiker Route du Rhum ist gestartet. Bei frischen 20 Knoten Wind gingen 123 Einhand Skipper vor dem französischen St. Malo auf den 3500 Seemeilen langen Transatlantik-Kurs nach Guadeloupe in der Karibik. Die größten und schnellsten Trimarane werden in rund einer Woche vor Guadeloupe erwartet.

Der aktuelle Rekord, den der Franzose Loïck Peyron vor vier Jahren aufgestellt hat, liegt bei sieben Tagen und 15 Stunden. Er fragt sich inzwischen, wie weit die technische Entwicklung die Grenzen noch verschieben kann:

Loïck Peyron, Rekordhalter:

"Es gibt keine Formel 1, keine Rakete, keinen Zug, der heute dreimal schneller ist als vor 40 Jahren. Dieses kleine Boot, zumindest sein großer Bruder, gewann vor 40 Jahren die Route du Rhum in 23 Tagen und vor vier Jahren habe ich sie in 7 Tagen gewonnen, das ist verrückt."

Die Trimarane setzen neue Massstäbe: sie verdrängen nicht, sie fliegen auf Foils, kleinen Flügeln unter dem Rumpf, die die Boote aus dem Wasser heben. Geschwindigkeiten von knapp 100 Stundenkilometern sind theoretisch möglich, entscheidend aber ist die Fähigkeit, konstant schnell zu segeln.

Sébastien Josse, Skipper des Trimarans Gitana:

"Schafft man es in 8 Tagen, in 6 Tagen oder in 5 Tagen, es ist so oder so unglaublich, aber nicht, weil wir jung und schneller sind als Loïck Peyron oder Michel Desjoyeaux damals. Es sind die Boote, die es möglich machen. Hätte die beiden damals solche Boote gehabt, sie hätten schon damals alle Rekorde gebrochen."

Die ersten Tage in Biskaya warden hart für die Segler, der angekündigte Sturm soll zehn Meter hohe Wellen und bis zu 55 Knoten Wind bringen. Dann geht es weiter zu den Azoren. Die Passatwinde bringen die Segler dann nach Guadeloupe.

Bei vergangenen Route-du-Rhum-Rennen haben bis zu einem Drittel der Boote das Ziel nicht erreicht.