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Schock in Italien über mindestens 30 Tote durch Unwetter

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Schock in Italien über mindestens 30 Tote durch Unwetter

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Seit einer Woche wird Italien von schweren Unwettern erschüttert - ein Ende ist nicht in Sicht. Mehr als 30 Menschen fanden bislang den Tod, davon allein 12 auf Sizilien.

Drama in Casteldaccia

Dort spielten sich dramatische Szenen ab, als in der Ortschaft Casteldaccia in der Nähe von Palermo ein ansonsten kleiner Fluß über die Ufer trat und ein Landhaus flutete. Neun Menschen zweier Familien starben, darunter auch zwei Kinder im Alter von 1 und 3 Jahren und ein Teenager.

14 Millionen zerstörte Bäume in Belluno

Doch nicht nur im Süden kämpfen die Menschen mit den Wassermassen. Auch im Norden, in den Provinzen Belluno und Venetien haben starke Unwetter für Zustände gesorgt, die vom Zivilschutz als "apokalyptisch" beschrieben wurden. Strommasten und Bäume waren bei Windgeschwindigkeiten bis zu 180 Kilometern pro Stunde wie Streichhölzer umgeknickt. Das Bild der zerstörten Bäume, die sich im Comelico Damm sammelten, ging um die Welt. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti schätzt die Zahl der zerstörten Bäume auf 14 Millionen.

Berge sehen aus wie "bombardierte Schlachtfelder"

Teile der Dolomiten erinnerten an bomardierte Schlachtfelder, schrieb die Tageszeitung La Republicca, die Energie-und Wasserversorgung ist vielerorts zusammengebrochen. Der Regen hatten Geröll und Schlamm auf die Straßen gespült und für Verwüstung gesorgt. An schnellen Wiederaufbau ist angesichts des bevorstehenden Winters kaum zu denken.

Hafen in Ligurien schwer beschädigt

In der nordwestlich gelegenen Provinz Ligurien wurde der Hafen von Rapallo von Flutern zerstört. Von rund 300 verankerten Booten blieben nur 120 über Wasser. Zudem droht die Gefahr, dass große Mengen Diesel ins Meer fließen.

Venedig lässt Gedenkfeierlichkeiten ausfallen

In Venedig mussten wegen des Hochwassers die Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkrieges abgesagt werden.