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Landesweite Gelbwesten-Proteste am 15. Samstag in Folge

Landesweite Gelbwesten-Proteste am 15. Samstag in Folge
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Am fünfzehnten Samstag in Folge haben sich in mehreren französischen Städten erneut zahlreiche Gelbwesten versammelt.

Am Pariser Triumphbogen kamen nach Polizeiangaben hunderte Demonstranten zu einem Marsch durch die Hauptstadt zusammen. Laut den Veranstaltern waren in Paris und anderenorts mehrere weitere Aktionen geplant. Am vergangenen Samstag hatten sich landesweit 41.500 Gelbwesten versammelt. Insgesamt ist die Zahl der Demonstranten seit Wochen rückläufig.

"Angstmacherei"

Zwei Gelbwesten äußerten sich am Triumphbogen zu der Entwicklung. Demonstrant"Schlimok" sagte: "Es wird Angstmacherei betrieben, um Menschen von uns fernzuhalten, Wir könnten mehr Zuspruch haben. Es gibt zahlreiche Unterstützer, die zu Hause bleiben, weil sie sich fürchten."

Demonstrant Bruno: "Die Mobilisierung ist wichtig, weil uns Präsident Macron komplett ignoriert. Er brüstet sich mit seiner großangelegten Debatte, die aber von uns Gelbwesten am 17. November vergangenen Jahres ins Leben gerufen wurde. Und er nutzt diese Debatte für seine politischen Zwecke die schädlich sind."

Die Organisatoren haben online zu friedlichen Protesten aufgerufen. Eine Pariser Demonstration der Gelbwesten soll sich an diesem Wochenende gezielt gegen den zunehmenden Anti-Semitismus in Frankreich richten. Im vergangenen Jahr war die Zahl judenfeindlicher Vorfälle in Frankreich sprunghaft angestiegen. Erst am vergangenen Wochenende war der Schriftsteller und Philosoph Alain Finkielkraut am Rande einer Gelbwesten-Demonstration in Paris beschimpft worden.Die Pariser Justiz ermittel in dem Fall.

Großangelegte Demonstrationen gab es auch im Süden, darunter in Montpellier und Toulouse.

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