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Real Madrid leckt seine Wunden

Real Madrid leckt seine Wunden
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Jetzt ist Real Madrids Saison wohl gegessen. Nach dem Aus im Champions-League-Achtelfinale gegen Ajax Amsterdam ist die letzte Titelmöglichkeit für den erfolgsverwöhnten Verein dahin. Denn auch im spanischen Pokal ist Real nicht mehr vertreten und in der Liga beträgt der Rückstand zur Tabellenspitze bereits zwölf Punkte.

„Aus einem Wettbewerb auszuscheiden, in dem wir lange Zeit die Könige waren, ist schwierig. Die Mannschaft ist niedergeschlagen, denn jetzt kämpfen wir um keinen Titel mehr“, so Reals Nacho.

„Wir sind verdientermaßen ausgeschieden. Ajax war in beiden Spielen die bessere Mannschaft. Da müssen wir ehrlich sein“, sagte der Deutsche Toni Kroos.

Ajax zerlegte Real beim 4:1 in seine Einzelteile - eine Schmach vor den heimischen Zuschauern, zumal Madrid die Königsklasse in den vergangenen fünf Jahren viermal gewann. Bezwungen wurde der Titelverteidiger von einer typischen Ajax-Mannschaft: jung und talentiert.

Amsterdams Trainer Erik Ten Hag sagt: „Das ist eine Bestätigung der Güte der niederländischen Fußballphilosophie und insbesondere von Ajax. Das viele Geld und die großen Wettbewerbe erschweren es Mannschaften aus kleinen Ländern, auf diesem Niveau mitzuspielen. Deshalb ist dieser Erfolg so wichtig. Aber wir wollen mehr.“

Die spanische Presse ging erwartungsgemäß nicht zimperlich mit den gefallenen Madrilenen um. Die Zeitung „Marca“ begrub die Mannschaft per Schlagzeile, das Blatt „Sport“ sieht das Ende einer Ära gekommen.