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Straubing: 14 Verletzte nach Ammoniak-Leck im Eisstadion

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In einer Eisarena in Straubing (Niederbayern) ist Ammoniak ausgetreten. 14 Menschen wurden verletzt, so die Polizei, mehr als 60 vorsorglich untersucht, mehrere Gebäude und eine Schule evakuiert.

Die Verletzten - darunter auch Feuerwehrmänner - klagen vorwiegend über Augen- und Atemwegsreizungen. 118 Schüler mussten ihr Schulgebäude verlassen und klagen zum Teil ebenfalls über Beschwerden. Sie wurden in andere Schulen im Stadtgebiet gebracht. Etwa 130 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen, der betroffene Stadtbereich wurde abgesperrt.

Nach bisherigen Erkenntnissen war bei Bauarbeiten auf der Eisfläche des Eisstadion eine Leitungbeschädigt worden. Danach strömte Ammoniak aus. Zwar konnte die Feuerwehr den Ammoniak-Zufluss unterbrechen. Laut Polizei trat jedoch das Ammoniak in der Leitung weiter aus.

Ammoniak (NH3) ist ein stechend riechendes, giftiges Gas und ein wichtiger Grundstoff in der chemischen Industrie. Zudem wird es - wie in Straubing - oft als Kältemittel verwendet. Die aus Stickstoff und Wasserstoff bestehende Verbindung wirkt stark ätzend auf Lunge, Haut und Augen - beim Einatmen höherer Konzentrationen kann es lebensgefährliche Verletzungen verursachen.

Rinder haben als Wiederkäuer Bakterien im Pansen, die bewirken, dass Gülle und Mist der Tiere ammoniakhaltig sind.

Ammoniak und sein Umwandlungsprodukt Ammonium sind Luftschadstoffe, die Land- und Wasserökosystemen erheblich schädigen können. Sie sind wesentliche Vorläufersubstanzen für den gesundheitsschädlichen Feinstaub.

su