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Salvini schließt Europas ehemals größtes Auffanglager

Salvini schließt Europas ehemals größtes Auffanglager
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Cara di Mineo, Europas ehemals größtes Auffanglager für Migranten, schließt endgültig seine Pforten. Auf dem Höhepunkt seiner Belegung im Juli 2014 waren in dem Lager bei Catania mehr als 4.100 Personen untergebracht.

Nun müssen die Letzten gehen. Ein symbolischer Akt vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte in Italien. Innenministers Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega gab auf einer Pressekonferenz persönlich die Schließung bekannt.

Auf Worte lasse man Taten folgen, so Salvini. Alle Anwesenden würden sich sicher an die Ermittlungen der Justiz im Zusammenhang mit Cara di Mineo erinnern, von der nigerianischen Mafia über Drogenhandel, Prostitution und Vergewaltigung bis hin zu Mord,

Man arbeite bereits daran, was nun auf das Geschäft mit der Migration folgen werde. Italiens Innenminister fährt einen harten Kurs gegen Flüchtlinge und verbietet Rettungsschiffen, italienische Häfen anzulaufen. Jüngstes Beispiel ist die Irrfahrt der deutschen "Alan Kurdi", die vergeblich mit 65 Migranten an Bord vor Lampedusa ausharrte, bis die Geflüchteten schließlich in Malta an Land durften.

Dennoch gelangen immer wieder Menschen über das Mittelmeer nach Italien. Erst in der Nacht zum Dienstag griff die italienische Küstenwache vor Sizilien 53 Flüchtlinge auf.

Wir berichtetenvor drei Jahren in unserer Sendung "Insiders" über die Zustände im Auffanglager Casa di Mindeo.