Stillstand im Mittelmeer: NGOs sind die Hände gebunden

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NGOs sehen sich zunehmend als Sündenbock eines scheinbar unlösbaren Konflikts in der EU. Ihnen wird immer wieder die Einfahrt in Mittelmeerhäfen verwehrt.

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Sie retten Geflüchtete von überfüllten Schlauchbooten. Doch niemand will die Geretteten danach an Land lassen.

NGOs sehen sich zunehmend als Sündenbock eines scheinbar unlösbaren Konflikts in der EU. Privaten Rettungsschiffen wird immer wieder die Einfahrt in Mittelmeerhäfen verwehrt.

"Alan Kurdi" ist das einzige aktive Rettungsschiff

Nello Scavo, Journalist der italienischen Tageszeitung Avvenire, sagt, dass im Moment das libysche Meer im Grunde unbewacht sei. Nur die "Alan Kurdi" sei aktiv und habe in den letzten 48 Stunden mehr als 100 Menschen gerettet. Die Migranten seien von Malta aufgenommen und versorgt worden.

Die "Alan Kurdi" ist zurzeit das einzige Rettungsschiff im Mittelmeer. Am Dienstag konnte sie weitere 44 Migranten nach Malta bringen. Nach der Rettung von 65 Flüchtlingen vor der libyschen Küste am Freitag, ist es für das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye bereits der zweite Einsatz innerhalb weniger Tage.

Die "Open Arms" darf sich aufgrund einer Anweisung der spanischen Regierung nicht an der Rettung Schiffbrüchiger beteiligen.

Das Schiff "Alex" der NGO Mediterranea wurde in Lampedusa beschlagnahmt.

Die "Mare Jonio" und und die "Sea Watch 3" werden aktuell im sizilianischen Licata festgehalten. Ihnen wird vorgeworfen, illegale Einwanderung zu unterstützen.

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