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Traditionen - oder Aberglauben - für einen erfolgreichen Flug ins All

Traditionen - oder Aberglauben - für einen erfolgreichen Flug ins All
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GCTC-A.Shelepin
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Die Mondlandung jährt sich dieses Jahr zum 50. Mal: Am 20. Juli 1969 haben die US-Astronauten Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin als erste Menschen einen Fuß auf den Mond gesetzt. Um dieses historische Ereignis zu würdigen, wird die nächste Mission ins All am 50. Jahrestag von Apollo 11 stattfinden. Mit dabei ist der Italiener und ESA-Astronaut Luca Parmitano. Für ihn ist es die zweite Reise auf die Internationale Raumstation ISS. Parmitano wird ab Oktober der erste Italiener und erst der dritte Europäer sein, der die ISS kommandiert.

Jeder Sojus-Astronaut hat einen Baum gepflanzt

Für euronews berichtet Luca Parmitano regelmäßig über seine Mission ins All. Kurz vor dem Raketenstart plaudert er zusammen mit seinem Crew-Mitglied Andrew Morgan aus dem Nähkästchen und erzählt, welche Traditionen die Astronauten pflegen:

"Als Erstes werden wir hier auf dem Gelände im Hotel der Kosmonauten die Tür des Zimmers, in dem wir übernachten, signieren. In einer anderen Tradition stehen wir quasi mittendrin: Hinter uns stehen einige Bäume, denn jeder Kosmonaut, jeder Astronaut, der auf der Sojus geflogen ist, hat einen gepflanzt."

NASA-Astronaut Andrew Morgan ist das erste Mal dabei. Auf Twitter vergleicht er sein Bäumchen mit dem - schon etwas größeren - Baum von Jury Gagarin:

Tradition oder Aberglaube?

Eine weitere Tradition geht auf Jury Gagarin zurück: Am 12. April 1961 flog der Kosmonaut als erster Mensch in den Weltraum. Sein Flug dauerte nur 108 Minuten, doch er machte den russischen Kosmonauten zur Legende. Luca Parmitano erklärt:

"Wenn wir mit dem Bus zur Rakete fahren, halten wir ungefähr eine halbe Meile davor und treten aus. Wir gehen zum rechten Hinterreifen des Busses, der uns zur Startrampe bringt und legen einen 'Boxenstopp' ein." Sein amerikanischer Teamkollege Andrew Morgan fügt hinzu: "Tradition und Aberglaube trennt nur ein schmaler Grat, und weil Gagarin einen erfolgreichen Flug hatte, entwickelte sich darauf eine Tradition."

Die Space Chronicles von euronews werden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA erstellt.