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Deutschland auf Platz 4 der Umweltsünder: Ist die Welt noch zu retten?

Deutschland auf Platz 4 der Umweltsünder: Ist die Welt noch zu retten?
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Seit dem 29. Juli sind die natürlichen Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht - und wir leben auf Kosten der künftigen Generationen. Der Weltüberlastungstag - World Overshoot Day - wird seit Jahren von der Organisation Global Footprint Network errechnet, und er kommt immer früher im Jahr. Überlastung bedeutet, dass unser Lebensstil die Kapazitäten unseres Planeten überschreitet.

Mathis Wackernagel, der Gründer vom "Global Footprint Network": "Es ist eine grundlegende ökologische Buchhaltung. Auf der einen Seite berechnen wir, wie viele Ressourcen wir verbrauchen, wie viel Fläche benötigt wird für die ganze Produktion. Und dann, wie viel wir zur Verfügung haben. Und wir kommen anhand von UN-Datensätzen zu dem Schluss, dass unsere Nachfrage das Angebot um etwa 75% übersteigt. Es ist wie auf 1,75 Planeten zu leben, aber wir haben nur einen."

In Deutschland waren die Ressourcen schon am 3. Mai aufgebraucht, in der Schweiz knapp danach. Noch schlimmer verschwenden die USA, Australien und Russland.

Können wir die Welt noch retten?

Mathis Wackernagel glaubt, dass es möglich ist, den globalen Fußabdruck zu verbessern. Schon 2050 könnten wir wieder so zu leben, dass die Weltbevölkerung mit den nachwachsenden Ressourcen ein komplettes Jahr auskommt. Dazu müsste man den Weltüberlastungstag nur um fünf Tage pro Jahr nach hinten verschieben.

Laut Wackernagel gilt es vor allem weniger CO2 auszustoßen und weniger Fleisch zu essen.

Auch die UN hält es für möglich, die Bewegung hin zu mehr Umweltbewusstsein umzukehren.

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