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Hongkong gibt keine Ruhe

Hongkong gibt keine Ruhe
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Krawallwochenende Nummer 13 in Hongkong: An der Prince Edward Station kam es zu neuen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei.

Polizisten schlugen mit Schlagstöcken auf Passagiere ein, versprühte Pfefferspray und richteten Gummikugeln auf Demonstranten in der U-Bahn.

Nahe dem Parlamentssitz gingen Sicherheitskräfte mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor.

Radikale Aktivisten schleuderten Gegenstände, Steine und auch Brandsätze, im belebten Einkaufsviertel Causeway Bay loderte ein Großfeuer.

Trotz des Verbots einer Großdemonstration waren am Samstag wieder Tausende auf die Straßen gegangen. Demonstranten besetzten die Verkehrsadern in der Nähe des Regierungsviertels. Die Polizei sprach von einer «ungenehmigten Versammlung» und «illegalen Aktionen».

Die Demonstranten fordern die vollständige Rücknahme des Auslieferungsgesetzes, das Einwohner Hongkongs auf dem chinesischen Festland hätte bringen können, demokratische Wahlen und eine Untersuchung der Polizeigewalt.

Mit dem Protestzug wollte die Demokratiebewegung eigentlich den fünften Jahrestag des Scheiterns der Wahlreform 2014 begehen, die die kommunistische Führung in Peking nicht erlauben wollte.

Die politische Atmosphäre in Hongkong ist aufgeheizt, da mehrere führende Mitglieder der Demokratiebewegung festgenommen wurden.

Seit der Rückgabe 1997 an China wird die frühere britische Kronkolonie mit 7,4 Millionen Einwohnern in ihrem eigenen Territorium als chinesische Sonderverwaltungsregion nach dem Grundsatz «ein Land, zwei Systeme» autonom regiert. Die sieben Millionen Einwohner stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber - anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik - mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

su mit dpa