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Klempner musste Füße küssen: Saudische Prinzessin verurteilt

Klempner musste Füße küssen: Saudische Prinzessin verurteilt
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Zehn Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 10.000 Euro: So lautet das Urteil, das in Paris gegen die saudische Prinzessin Hassa bint Salman verhängt wurde. Sie soll ihren Bodyguard aufgefordert haben, einen Handwerker zu schlagen und zu demütigen.

Auslöser: Ein offenbar harmloses Handy-Foto

Der Klempner musste auch die Füße der Königstochter küssen - mit gefesselten Händen. Der Vorfall fand in ihrer Pariser Wohnung statt. Dort sollte der Handwerker einen Waschtisch reparieren.

Er machte ein Handy-Foto von dem Schaden. In dem Moment betrat die Prinzessin das Bad und warf ihm vor, sie fotografiert zu haben, um das Foto zu verkaufen. Dann kam es zu den Misshandlungen.

Prinzessin legt Berufung ein

Auch der Leibwächter wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung und 5000 Euro Strafe verurteilt. Beide bestreiten die Tat. Die Schwester von Kronprinz Mohammed bin Salman wird wegen des Vorfalls seit Dezember 2017 mit französischem Haftbefehl gesucht.

Zum Prozess erschien sie nicht. Ihr Anwalt Emmanuel Moyne kündigte umgehend an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Hassa bint Salman sei unschuldig, sagte er der Zeitung "Le Figaro". Die Version des Handwerkers sei falsch.

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